Checkliste: Den Bodenwert einer Immobilie ermitteln

Alle Abweichungen des Grundstücks von den Vorgaben des Vergleichsgrundstücks oder des Bodenrichtwertes müssen dabei berücksichtigt werden. Eventuell zusätzlich anfallende Kosten, etwa für die Erschließung der Fläche, mindern den Bodenwert. Verschiedene Faktoren spielen bei der Bodenwert-Ermittlung eine wichtige Rolle:
Grundstücksdaten
Zunächst werden die Daten des Grundstücks ermittelt. Die Quadratmeterzahl und die Angaben zur zulässigen Geschossflächenzahl sowie die Anzahl der Vollgeschosse stehen im amtlichen Lageplan.
Erschließungszustand
Die Erschließungskostenbeteiligung muss an die Gemeinde abgeführt worden sein. Zwischen der Erstellung und der Bezahlung können Jahre liegen. Sollten die Erschließungskosten noch anfallen, muss recherchiert werden, wie hoch diese ausfallen.
Standarddaten
Beim Gutachterausschuss sollte eine Bodenrichtkarte und eine Bodenpreisindextabelle angefordert werden.
Umrechnungskoeffizienten
Im Marktbericht des Gutachterausschusses sind die Umrechnungskoeffizienten für die Geschossflächenzahl-Umrechung angegeben. So kann überprüft werden, ob die Standardangabe der Bodenrichtkarte mit den Gegebenheiten des zu bewertenden Grundstücks übereinstimmt. Der Wert kann gegebenenfalls mit dem angegebenen Korrekturfaktor umgerechnet werden.
Korrekturfaktoren
Für alle Abweichungen des Grundstücks müssen nun die konkreten Korrekturfaktoren etwa für abweichende Wertermittlungsstichtage oder für eine unterschiedliche Geschossflächenzahl berechnet werden.
Bodenwert errechnen
Der Bodenrichtwert muss mit der Quadratmeterzahl des Grundstücks multipliziert werden. Dann wird das Ergebnis mit jedem Einzelnen der Korrekturfaktoren multipliziert. Gegebenenfalls müssen die noch zu zahlenden Erschließungskosten abgezogen werden.
meineimmobilie.de-Tipp
Der Bodenwert wird über das so genannte Vergleichswertverfahren ermittelt. Ihre wichtigste Auskunfsstelle ist deshalb der Gutachterausschuss der Kommune, der wichtige Daten zu Berechnung bereitstellt. Sollten Sie ein Grundstück kaufen wollen, sollten Sie sich dort erkundigen. Es spielt dabei keine Rolle, ob Sie es selbst bewohnen oder die Immobilie darauf vermieten wollen.
