Montag, 09.03.2015 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Christian Nitz - Fotolia.com

Wohntrends 2015: Wo die Menschen am liebsten wohnen

Foto: © Christian Nitz - Fotolia.com
Worum geht´s
  • Ältere Bürger zieht es in die Kleinstadt 
  • Im Hinblick auf den demografischen Wandel eine Gruppe mit hohem Potenzial für Vermieter 

Stadt, Land, Fluss: Wo würden Sie am liebsten wohnen? Die neuesten Wohntrends zeigen in Richtung Stadt: Nicht nur junge Leute zieht es in die Metropolen, sondern neuerdings auch zunehmend Familien.

Die bisher typischen Wanderungsbewegungen drehen sich um. Wohnen in den Städten wird langsam jünger!

"Verdichtung" heißt das Schlagwort für den Wohntrend 

Fast sechs Millionen Haushalte sind im Jahr 2013 umgezogen, vor allem Singles. Doch auch immer mehr Familien mit Eltern zwischen 30 und 49 Jahren bleiben lieber in der Stadt, statt ins Umland oder aufs Land abzuwandern.

Das hat das Vienna Institute of Demography festgestellt. Der wachsende Bedarf an Immobilien in den Zentren schlägt sich in den Baustatistiken nieder. "Verdichtung" ist das Schlagwort, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der BHW-Bausparkasse.

Ältere entdecken den Wohnwert in Kleinstädten für sich

Gegenüber 2012 wurden im Jahr 2013 15,3 Prozent mehr Baugenehmigungen für Eigentumswohnungen vergeben. Die Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser stiegen hingegen nur um 1,1 Prozent.

Die Nähe zum Arbeitsplatz wird immer wichtiger

Mehrfamilienhäuser sind begehrt, zumal sie in vielen Städten mit Grünanlagen und entsprechender Infrastruktur gebaut werden. Neben kulturellen Angeboten ist die Nähe zur Arbeitsstelle dabei ausschlaggebend.

Dennoch glaubt Rüdiger Grimmert von BHW nicht, dass ländliche Regionen verwaisen werden. "Günstige Bau- und Grundstückspreise, mehr Grün, fußläufige erreichbare Service-Einrichtungen ziehen besonders ältere Erwerber an. Viele Kleinstädte haben diesen Trend erkannt und offerieren neben guter Verkehrsanbindung einen hohen Freizeitwert", so Grimmert.

Immer mehr Ältere zieht es in die Kleinstädte

Immobilienexperten erwarten daher, dass mehr Ältere den Wohnwert in Kleinstädten für sich entdecken werden. Das Potenzial ist groß, denn die Gruppe der über 65-Jährigen wächst am stärksten: bis 2030 um rund 30 Prozent auf 22,3 Millionen.

Kommentare (1)

12.3.2015, 13:36 Uhr von Matulla Profil ansehen
Wenn ich mir die abgebildete Wohnung über diesem Artikel ansehe, dann überkommt mich das kalte Grausen. Es ist wahrscheinlich eine als Loft umgewandelte ehemalige Fabrikhalle. Der einzige Lichtblick ist der Teppich auf dem Parkettboden
Topstory: Der demografische Wandel gibt es vor: Immer mehr ältere Menschen leben auch alleine in ihren Wohnungen. Das Konzept „Ambient Assisted Living“ will ihnen mehr Sicherheit im Alltag bieten – und versteht sich als Kombination aus baulich-technischen Ideen und sozialen Angeboten.
Im Mietrecht gibt es schon seit der Mietrechtsreform vom 1.9.2001 ein neues Wort: „Barrierefreiheit“ heißt es. Dahinter verbirgt sich das Recht Ihres Mieters, seine Wohnung und den Zugang dorthin behindertengerecht umbauen zu dürfen. Vor der Mietrechtsänderung war es noch so: Ungefragt durfte Ihr Mieter in den Mieträumen nichts baulich verändern. Wollte er statt der Badewanne eine behinderten- oder altersgerechte Dusche einbauen, musste er Sie um Erlaubnis fragen.
Wer barrierefrei umbauen möchte, muss nicht nur einfach die Dusche bodengleich bauen lassen oder auf Schwellen und Stufen in der Immobile verzichten. Auch der Griff zum Lichtschalter und andere Elektroinstallationen spielen eine große und wichtige Rolle für eine angenehmeres und unabhängigeres Leben im Alter. 
„Barrierefreies Wohnen“ heißt ein Schlagwort unserer Zeit. Es geht darum, Häuser senioren- und behindertengerecht zu machen. Ob durch eine Rollstuhlrampe am Hauseingang oder eine Verbreiterung der Türen. Ob durch die Anbringung von Haltegriffen im Bad oder den Einbau einer Sitzwanne. Allerdings sind solche Umbauten nicht ganz billig. Nur gut, dass Sie die Kosten absetzen können.

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Altersgerechte Wohnungen sind in Deutschland noch immer Mangelware. Dabei werden diese aufgrund der zunehmend älter werdenden Gesellschaft innerhalb Deutschlands immer wichtiger.

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