Montag, 20.08.2012 | Autor: Heidi Hecht

Nachfrage nach Wohneigentum in den Städten steigt

Worum geht´s
  • Steigende Nachfrage nach Wohneigentum in  Städten
  • Beliebheit von Wohneigentum in Ballungsgebieten
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Die Nachfrage nach Wohneigentum hat in Deutschland längst die Städte erobert.  Über 70 Prozent der in den letzten vier Jahren neu oder gebraucht gekauften Eigenheime und Eigentumswohnungen wurden in den bundesdeutschen Ballungsgebieten erworben.

Der Trend geht zu den eigenen vier Wänden in den großen Verdichtungsräumen Deutschlands. Denn die Nachfrage nach Wohneigentum in Ballungsgebieten steigt mehr als je zuvor. Dies ergab eine aktuelle Wohneigentumsstudie von TNS Infratest, die im Auftrag des Bundesbauministeriums und verschiedener Finanzierungsinstitute durchgeführt wurde. Dass der größte Teil der Käufer in den Ballungsräumen aktiv wurde, beweist nach Einschätzung von LBS Research.

Entwicklung der Nachfrage nach Wohneigentum

Während Mitte der 90er-Jahre die Wohneigentumsbildung in Deutschland noch etwa zu gleichen Teilen auf die großen Verdichtungsräume und die übrigen Regionen kleinere und mittlere Städte sowie ländliche Räume verteilt war, so ist nach Auskunft der LBS-Experten seitdem ein ungebrochener Trend zu eigenen vier Wänden in den größeren Wirtschaftszentren festzustellen.

Wie LBS Research ergänzt, gilt diese Aussage keineswegs nur für Gebrauchtkäufe, sondern auch für den Neubau. Hier werde allerdings besonders deutlich, dass in den teuren Ballungskernen mit ihrem knappen Baulandangebot stärker auf die Eigentumswohnung als auf das Einfamilienhaus gesetzt werde. Laut Infratest entsteht neues Eigentum "auf der Etage" in zwei von drei Fällen sogar in den Kernbereichen der Verdichtungsräume. Einfamilienhäuser würden dagegen immerhin zu 30 Prozent in den Zentren neu gebaut, weitere 36 Prozent in deren unmittelbarem Umland.

Gebraucht-Erwerb vs. Neubauten

Insgesamt wird aus der Studie zugleich deutlich, dass der Anteil der Gebrauchterwerbe an allen Käufen in den letzten vier Jahren noch einmal deutlich angestiegen ist, nämlich von zuvor 56 auf 62 Prozent. Neubauten machten demgegenüber nur 38 Prozent aller Erwerbsfälle aus. Diese Verteilung der Wohneigentumsbildung widerlege immer mehr das alte Vorurteil, dass eigene vier Wände zur Zersiedelung beitragen; sie entstehen vielmehr seit Längerem vor allem im Gebäudebestand - und auch im Neubau überwiegend in den Städten, so das Fazit der LBS-Experten.

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