Montag, 25.05.2009 | Autor: heihec

Mittendrin und fein raus mit dem Stadthaus

News: Wer ein Haus mit Garten möchte, muss nicht mehr in den Vorort oder aufs Land ziehen. Städteplaner und Architekten entdecken mit den "Townhouses" das familienfreundliche städtische Wohnen neu.

Bis zum Ende der 90er-Jahre zogen gerade junge Familien fast selbstverständlich aufs Land oder in die Randgebiete der Städte, um für sich den Traum vom eigenen Heim mit Balkon und Garten wahr werden zu lassen. Doch nun kehrt sich der Trend um und immer mehr Menschen entdecken die Stadt als Lebensraum für sich.

Schlankes Stadthaus mit Gartenidylle

In England und in den Niederlanden gehören die eng stehenden Stadthäuser in Reihe mit geringem Flächenbedarf und kleinem Garten schon seit langem zum Stadtbild. Und nun entdecken auch deutsche Städte den Trend für sich. Immer mehr neue innerstädtische Reihenhäuser entstehen vor allem auf Brachflächen in Großstädten wie Hamburg, Leipzig und Berlin.

Rüdiger Grimmert von der BHW Bausparkasse erklärt: "Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Verkehrswege sind kurz, das kulturelle Angebot und die Einkaufsmöglichkeiten sind groß. Besonders für junge berufstätige Familien ist das städtische Wohnen von Vorteil. Hier lassen sich Kind und Karriere leichter miteinander vereinbaren, da der Weg zwischen Kindertagesstätte und Arbeitsplatz oft nur wenige Minuten beträgt."

Kosten für ein Stadthaus

Weil Baugrund in der Stadt teuer ist, wird in die Höhe statt in die Breite gebaut. Deshalb müssen Käufer für ein Stadthaus mit Garten auch mehr ausgeben als für ein vergleichbar großes Haus am Stadtrand, doch im Alltag lässt sich Geld und vor allem viel Zeit sparen. Diesen Vorteil erkennen immer mehr Deutsche, wie eine aktuelle Umfrage der BHW-Bausparkasse zeigt. Etwa 50 Prozent der Befragten geben die Reduzierung der Fahrtkosten und die Fahrzeit zur Arbeit als Grund für einen Wohnortwechsel an.

Während die Pendler auf dem Weg zur Arbeit oder zum abendlichen Kinobesuch lange Strecken mit dem Auto zurücklegen, erreicht der Eigenheimbesitzer in der Stadt sein Ziel oft bequem zu Fuß oder nutzt öffentliche Verkehrsmittel. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Zudem amortisiert sich der Mehrpreis für die Stadtimmobilie durch das Einsparen von Fahrtkosten schon in weniger als zehn Jahren, behauptet die Bausparkasse.

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 meineimmobilie.de-Tipp


In der Tendenz sind Immobilien in einer Stadt sicherlich auch wertbeständiger. Aber Sie sollten dennoch auch die Nachteile mancher Bebauungspläne nicht aus dem Auge verlieren. Wenn auf der Brachfläche zuvor ein Industriebetrieb war, können Schadstoffverunreinigungen für Probleme sorgen.