Montag, 03.02.2014 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Tiberius Gracchus - Fotolia.com

Baukonjunktur: Warum es bald mehr Wohnungen gibt

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Worum geht´s
  • Wohnungsbau bleibt Treiber der Entwicklung

Es wird wieder gebaut! Jedenfalls entwickelt sich die Baukonjunktur in Deutschland weiterhin positiv. Treiber ist und bleibt der Wohnungsbau, der für 2014 die Baukonjunktur belebe. Er ist um 5 % auf 35.2 Milliarden Euro gestiegen.  

Die Baukonjunktur in Deutschland wird sich auch in 2014 robust entwickeln. Das teilt der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) in seiner aktuellen Pressemitteilung mit. Er rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatzplus von 3,5 Prozent.

Dabei wird der Wohnungsbau die Baukonjunktur beleben und um 5 Prozent auf 35,2 Milliarden Euro steigen. Auch der Wirtschaftsbau wird sich erholen und bei 35,3 Milliarden Euro liegen, was einem Plus von 2,5 Prozent entspricht. Schlussendlich wird der öffentliche Bau einen Umsatzzuwachs von 3,5 Prozent verzeichnen können und auf 28,1 Milliarden Euro zulegen.

250.000 neue Wohnungen: Der Wohnungsbau legt zu 

Im Hinblick auf den Wohnungsbau rechnet der Verband mit rund 250.000 neuen Wohnungen, die 2014 gebaut werden dürften. Darauf lassen alle Frühindikatoren schließen. Darüber hinaus sind die Rahmenbedingungen im Wohnungsbau weiter günstig.

Das gilt zum einen für die Zahl der Erwerbstätigen, die 2013 bei knapp 42 Milliarden Menschen liegt, und zum anderen für die anhaltend günstigen Konditionen für Immobilienkredite.

Ob es allerdings gelingt, das Angebot im Mietwohnungsneubau für mittlere und niedrige Einkommen insbesondere in den Metropolregionen in zügigem Tempo zu verbessern, bleibt fraglich. Die Mietpreisbremse wird wohl eher das Gegenteil erreichen.“ So ZDB-Präsident Dr. Loewenstein.

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News: Für das laufende Jahr werden in Deutschland rund 156.000 neue Wohneinheiten erwartet. Aus Expertensicht zeichnet sich seit 2009 ein klarer Aufwärtstrend ab, was den Bau von Wohnungen anbelangt. Als Grund dafür werden unter anderem die günstigen Rahmenbedingungen und das niedrige Zinsniveau genannt, von dem Bauherren jetzt profitieren können.
„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ dieses alte Fußballerzitat von Sepp Herberger scheint auch im Mietrecht zu gelten. So scheint es jedenfalls, wenn die Rede von der „Mietpreisbremse“ ist.   Die war mit der Mietrechtsänderung eigentlich vom Tisch. Jetzt wurde sie kurzfristig im Rahmen der Koalitionsverhandlungen wieder ausgegraben. Ein entsprechender Gesetzentwurf scheiterte bei der Mietrechtsänderung zum 1.5.2013 erst in letzter Minute vor dem Bundesrat. Jetzt heißt es: Neues Spiel, neues Glück!   
Schon bei der Mietrechtsänderung zum 1.5.2013 war sie heftigst umstritten: Die Mietpreisbremse bei Neuvermietungen. Damals fiel sie noch unter den Tisch. Bei den Koalitionsverhandlungen wanderte sie jetzt wieder auf den Tisch.