Freitag, 15.04.2011 | Autor: mb

Exposé: Bewerbungsmappe für das Haus

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News: Der Hausverkauf ist mit einer Bewerbungssituation vergleichbar: Wer den Kaufinteressenten will, muss Eindruck machen. Ein gutes Exposé ist dabei Pflicht - Fehler oder ungenaue Angaben mindern die Verkaufschancen.

Ein Exposé ist das Aushängeschild für eine Immobilie, die zum Verkauf steht. Deshalb sollte es gut aufbereitet und vor allem vollständig sein, rät der Immobiliendienstleister Planet Home in einer Pressemitteilung. "Erfahrene Makler können mit einem professionellen Exposé die Chancen auf einen guten Preis maßgeblich erhöhen. Private Verkäufer hingegen verschenken oft Geld, weil sie durch Mängel im Exposé potentielle Käufer gar nicht erst erreichen" sagt Robert Anzenberger von Planet Home.

Aussagekräftige Bilder

Zu einem guten Exposé gehören nach seiner Einschätzung vor allem aussagekräftige Bilder des Objekts. Sowohl möglichst unverstellte Bilder der Fassade, als auch Aufnahmen einzelner Innenräume. Besonderheiten der Immobilie sollten dabei herausgestellt werden, etwa bei einem weitläufigen Garten oder einem schönen Ausblick. Vermeiden sollten Hausverkäufer qualitativ schlechte, falsch belichtete Aufnahmen und Bilder ohne Aussagekraft.

Keine Beschönigungen oder falsche Angaben

Ein Exposé sollte so aussagekräftig wie möglich sein. Doch Hausverkäufer sollten auf keinen Fall Beschönigungen oder gar falsche Angaben hineinschreiben, empfiehlt Planet Home. "Entpuppt sich der im Exposé erwähnte Balkon bei einer Besichtigung lediglich als Austritt, kann das nicht nur die Preisverhandlungen negativ beeinflussen. Möglicherweise hätten sich beide Seiten den Termin von vornherein sparen können", gibt Anzenberger zu bedenken. Für den Interessenten zählen Fakten wie Wohn- und Grundstücksfläche, Zimmeraufteilung, PKW-Stellplätze am Haus, Nebenkosten und Infrastruktur. Planet Home rät privaten Hausverkäufern, sich in Kaufinteressenten hineinzuversetzen. "Viele Eigentümer verknüpfen mit der Immobilie bestimmte persönliche Erinnerungen und Emotionen, die für sie zum Wert der Immobilie beitragen. Für potenzielle Interessenten sind solche Informationen aber vollkommen irrelevant. Dafür kann aber die Art der Heizung oder der Zeitpunkt der Dachneueindeckung kaufentscheidend sein", sagt Anzenberger.

Gute Position bei Preisverhandlungen

Je besser das Exposé die tatsächlichen Fakten beschreibt, desto eher vermeidet der Verkäufer ergebnislose Besichtigungstermine mit enttäuschten Kaufinteressenten. In Kombination mit Zeichnungen, Belegen und Rechnungen von Umbaumaßnahmen und Renovierungen stärke ein gutes Exposé vor allem die Position des Eigentümers in den Preisverhandlungen, so Planet Home.

Kommentare (1)

21.4.2011, 12:38 Uhr von meikel Profil ansehen
Zählt die Beschreibung in einem Immo-Portal auch schon als Expose ? Ich schaue mich schon eine geraume Zeit nach einem kleinen Haus um. Ich möchte ja niemanden auf die Füße treten, aber die Beschreibungen sehen meistens aus, als hätt die ein Azubi im ersten Jahr verfasst und ein 5-jähriger die Bilder dazu. Falls überhaupt Bilder dabei sind und die sind dann meistens mit "Bild1" oder so beschriftet. Von den fehlenden Angaben, wie sie oben im Artikel auch verlangt werden, wie Heizart und so ganz zu schweigen. Kurzum... die meisten Anzeigen lassen für mich nicht erkennen, daß da jemand gerne was verkaufen möchte. Oder seh ich das falsch und die mageren bzw fehlenden Infos sind marketingtechnisch und sollen Interessenten nicht gleich von einer Besichtigung abschrecken ? Gruß, Meikel.
Hallo Meikel mit deiner Einstellung oder Erwartung gehen Sie am besten zum Makler. Gruß Heinz

 meineimmobilie.de-Tipp


Neben dem Exposé zählt vor allem der optische Eindruck beim Besichtigungstermin. Schon Kleinigkeiten können Wunder wirken. Ein neuer Anstrich, ein gereinigter Teppichboden, saubere Armaturen im Badezimmer und in der Küche sowie eine gut durchlüftete Wohnung machen einiges aus. Wenn Sie eine Immobilie verkaufen möchten, sollten Sie daher im Vorfeld durchaus etwas Geld und Zeit investieren.