Freitag, 01.08.2014 | Foto: Judith Engst / Redaktion meineimmobilie.de

Judith Engst

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Judith Engst hat sich als Wirtschafts- und Finanzjournalistin auf die publizistische Beratung im Bereich Finanzen, Geldanlage, Recht und Steuern spezialisiert. Für sie sind Immobilien ein unentbehrlicher Baustein zur privaten Vermögensvorsorge.

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Es wurde auch höchste Zeit: Endlich hat sich die Finanzverwaltung dazu bequemt, in Sachen haushaltsnahe Dienst- und Handwerkerleistungen auch Arbeiten anzuerkennen, die außerhalb des eigenen Grundstücks erfolgen, aber noch dem Grundstück dienen. Auf dem öffentlichen Gehweg Schnee schippen beispielsweise. Oder die Kosten für den Anschluss an die örtliche Gasversorgung. Nach einigen Urteilen war dieser Schritt längst überfällig.

″Wehe, wenn sie losgelassen!″ Seit der Bund den Ländern die Freiheit gegeben hat, den Grunderwerbsteuersatz auf eigene Faust festzulegen, gibt es nur eine Richtung: nach oben.   So hat jetzt auch Thüringen eine happige Grunderwerbsteuererhöhung auf 6,5 Prozent ab dem 1.1.2017 angekündigt. Dennoch gibt es ein paar legale Möglichkeiten, wie Sie dennoch die Steuersumme drücken können, um weniger Grunderwerbsteuer zahlen zu müssen.    

Sie können Ihr selbstgenutztes Gebäude steuerfrei an Ihren Ehepartner verschenken. Aber Achtung: Ist es mit wertvollem Inventar ausgestattet, wie z. B. teure Kunstobjekte oder Möbel, kann das Finanzamt hellhörig werden - und zwar auch noch nach Jahren!   Wie riskant es sein kann, dem Finanzamt teures Inventar zu verschweigen, zeigt ein Urteil des Finanzgerichts Nürnberg.

Haushaltsnahe Dienstleistungen können Sie als Eigenheimbesitzer von der Steuer absetzen. Allerdings nur bis zu einem maximalen Rechnungsbetrag von 6.000 Euro. Dann können Sie 20 Prozent davon - nämlich 1.200 Euro - von der Steuer absetzen.   Was aber, wenn Ihr Rechnungsbetrag viel höher ausfällt: Verschenken Sie dann Steuern? Nicht unbedingt. Wie Sie den "überschießenden Betrag" retten können, verraten wir Ihnen hier. 

Unglaublich, aber wahr: In Sachen Grunderwerbsteuer verlangt das Finanzamt auch dann die volle Summe, wenn der Käufer wegen Insolvenz gar nicht den vollen Kaufpreis zahlt. Zu diesem Vorgehen hat jetzt sogar der Bundesfinanzhof grünes Licht gegeben. Lesen Sie im Folgenden, warum das auch für Grundstücks- oder Immobilienverkäufer eine echte Bedrohung ist.

Um Erbschaftssteuer zu sparen, kann es sinnvoll sein, eine vermietete Immobilie schon zu Lebzeiten auf die eigenen Kinder zu übertragen. Doch nicht immer zeigen sich die Beschenkten hoch erfreut und wollen die Immobilie am liebsten gleich wieder verkaufen.   Dabei stellt sich die Frage: Können sie die geschenkte Immobilie gleich wieder steuerfrei verkaufen oder müssen sie erst 10 Jahre warten, um die Spekulationssteuer zu vermeiden?

Von der bisher unbekannten reichen Tante aus Amerika und dem plötzlichen großen Erbe träumen viele Menschen. Aber wenn es dann so weit ist, fangen die Schwierigkeiten erst an: Streitereien mit den Miterben. Oder ein total überschuldeter Nachlass.   Häufig gibt’s Streit ums Erbe, der sogar vor dem Gericht endet. Zum Ärger kommen dann noch die oft beträchtlichen Anwalts- und Prozesskosten dazu: Können Sie die wenigstens von der Steuer absetzen? 

Etwa 50 Prozent der Erbschaften umfassen (auch) Immobilien. Aber ob Wohnung oder gleich ein komplettes Haus: Meist ist es nicht nur ein Erbe, der das Objekt bekommt, sondern es sind gleich mehrere, die sich die Wohnung oder das Haus teilen müssen. Das wollen natürlich die wenigsten.   Aber was passiert, wenn ein Erbe dem anderen dessen Anteile abkauft: Wird dann auch noch eine Grunderwerbsteuer fällig?

Immobilien sind aktuell gefragter denn je. Das liegt nicht zuletzt auch an dem derzeitigen Niedrigzins, der das Finanzieren eines Eigenheims günstig macht. Manch einer ergreift deswegen die Gelegenheit beim Schopfe und verkauft sein eigenes oder das gerade geerbte Haus oder Wohnung und streicht dafür satte Gewinne ein.   Aber aufgepasst: Nicht immer ist der Verkaufsgewinn am Ende steuerfrei! Lesen Sie hier, worauf es beim Verkauf ankommt, damit Sie vor dem Finanzamt keine böse Überraschung mit der Spekulationssteuer erleben.

Normalerweise gilt: Wer langfristig vermietet, muss keine Umsatzsteuer zahlen. Wer dagegen - etwa als Hotelier oder Pensionsinhaber - nur kurzfristig Gäste beherbergt, muss auf die betreffenden Einnahmen Umsatzsteuer an den Fiskus abführen.    Was aber gilt, wenn Sie an Flüchtlinge vermieten? Diese bleiben ja häufig gar nicht so lange in Ihrer Wohnung. Ist die Vermietung nun umsatzsteuerpflichtig oder umsatzsteuerfrei?