Mittwoch, 20.02.2008 | Autor: Mirjam Büttner

Im Frühjahr Grundstein fürs Traumhaus legen

Worum geht´s

Der Frühjahr ist für den Beginn des Hausbaus die richtige Zeit, denn dann ist das massive Haus normalerweise rechtzeitig bis zum Winter fertig.

Topstory: Wenn im Frühjahr die Tage wieder länger werden und der Boden nicht mehr so frostig ist, ist der beste Zeitpunkt für den Bau des Eigenheims. Denn gerade in Deutschland ist der Fortgang der Arbeiten auf einer Baustelle sehr stark vom Wetter abhängig.

Wegen der Witterung: Baubeginn im Frühjahr

Für ein neues Haus wird in der Regel eine Bauzeit von neun Monaten veranschlagt. Auch deshalb ist der Baubeginn im Frühjahr sinnvoll. Denn das Haus soll natürlich fertig sein, bevor der nächste Winter kommt.

Vor der Grundsteinlegung muss das Projekt Traumhaus genau geplant werden. Nur so können unnötige Fehler beim Hausbau von vorne herein vermieden werden.

Zu den ersten Dingen, die geklärt werden müssen, zählt die Baufinanzierung. Der Hauseigentümer in spe sollte sich damit möglichst frühzeitig - das heißt: mehrere Monate vor dem ersten Spatenstich - befassen und mehrere Angebote für einen Kredit einholen.

Vor Baubeginn die Finanzierung planen

Für die Finanzierung gibt es verschiedenene Optionen: das Hypothekendarlehen oder das Bauspardarlehen sind übliche Formen. Grundsätzlich gilt: Je mehr Eigenkapital der Bauherr für das Haus aufbringen kann, desto besser.

Wenn der Bauherr zum Beratungsgespräch bei der Bank oder beim Baugeldvermittler geht, sollte er nicht nur Ideen, sondern am besten schon gute Vorarbeit mitbringen: Grundstücksangebote, die in Frage kommen, Architektenpläne und Kostenvoranschläge.

Mit genauen Vorstellungen lässt sich besser kalkulieren, wie hoch der Preis für den Hausbau mit allen Nebenkosten sein wird. Dementsprechend werden die Banken dem Bauherrn passende Kreditangebote unterbreiten.

Baukosten vor dem Baubeginn berechnen

Je nachdem, für welchen Haustyp sich der Bauherr entscheidet, kommen neben dem Grundstückskauf und den Gebühren für die Erschließung noch weitere Baukosten hinzu. Um die verschiedenen Ausgaben im Griff zu haben, ist zunächst eine gute Baukostenschätzung und später eine gute Kostenkontrolle notwendig.

Architekt und Handwerker, aber auch Makler und Notar müssen bezahlt werden. Und natürlich flattern dem Bauherren jede Menge Rechnungen für Baumaterial in den Briefkasten.

Beim Fertighaushersteller sind einige dieser Kosten schon im Preis inbegriffen. Das neue Heim wird in der Fabrik in Einzelteilen vorgefertigt. Auf der Baustelle setzen es die Handwerker dann in wenigen Tagen zusammen.

Die Bauweise bestimmen

Das kann unterm Strich günstiger sein als ein Haus vom Bauträger, bei dem sich der Bau über neun Monate hinzieht. Doch auch beim Fertighaus ist noch längst nicht alles fertig, wenn die Einzelteile montiert sind.

Der Innenausbau muss meistens getrennt organisiert und bezahlt werden. Und nicht zu vergessen: Kosten für Umzug und Einrichtung kommen bei jedem Haustyp hinzu.

Sobald der Kreditvertrag unterschrieben ist, kann der Bauherr ein Grundstück kaufen. Entweder er sucht in Eigenregie oder er beauftragt einen Makler. Bei der Wahl des Grundstücks sollte nicht nur der Preis eine Rolle spielen, sondern auch die Lage.

Informationsquellen zur Lage des Grundstücks

Durch Lärm, Gestank oder gar hochgiftige Stoffe in der Luft könnte der Traum vom eigenen Haus schnell zum Albtraum werden. Der Bauherr kann verschiedene Informationsquellen nutzen, um die Umgebung genauer unter die Lupe zu nehmen: Stadt- und Bebauungspläne, Luftbilder und Satellitenaufnahmen.

Solche Quellen können helfen, Schwachstellen eines Grundstücksangebots auszumachen, die vielleicht auf den ersten Blick nicht ersichtlich waren.

Unerwünschte Beeinträchtigungen

So könnte zum Beispiel in näherer Zukunft ein Flughafen oder eine Autobahn in der Nähe des Grundstücks gebaut werden. Oder wenn das Viertel nicht als reine Wohngegend ausgewiesen ist, hat vielleicht schon der Besitzer einer Autowerkstatt vor Ort Pläne für eine neue Lackiererei geschmiedet.

Doch zu sehr abgelegen sollte das neue Heim auch nicht sein. Für Familien mit Kindern kann es schwierig werden, wenn das Grundstück zu weit entfernt liegt von Schulen, Kindergärten und Freizeitmöglichkeiten.

Das eigene Traumhaus vor Baubeginn planen

Wenn das Grundstück gekauft ist, können die Pläne für das Traumhaus konkreter werden. Der Bauherr muss sich mit dem Architekten Gedanken darüber machen, wie das Eigenheim möglichst energiesparend gebaut werden kann. Das reduziert nicht nur die späteren Heiz- und Stromkosten, sondern ist auch gesetzlich vorgeschrieben.

Sobald die Baupläne fertig sind, werden die Gewerke bestellt, damit die Arbeiter pünktlich zum Frühjahr mit dem Bau beginnen können. Maurer, Schreiner, Installateure und Dachdecker werden in den kommenden Monaten das Haus Schritt für Schritt fertigstellen.

Überblick auf der Baustelle

Bei so vielen Handwerkern auf der Baustelle sollte immer jemand den Überblick behalten. Nicht alle Bauherren sind dazu in der Lage, weder fachlich noch zeitlich. Damit dennoch alles glatt läuft, kann der Eigentümer entweder einen Baubetreuer engagieren oder den Architekten damit beauftragen, die Bauleitung zu übernehmen.

Baugruben, gefährliches Werkzeug und provisorische Geländer sind nur einige Unfallquellen auf einer Baustelle. Ein Arbeiter kann vom Gerüst fallen oder von einem herabfallenden Dachziegel getroffen werden.

Versicherungen vor Baubeginn abschließen

Für diese und andere Unglücksfälle beim Hausbau muss der Eigentümer gut versichert sein, sonst kann es teuer werden.

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 meineimmobilie.de-Tipp


Als Bauherr sollten Sie also mit den Planungen für Ihre Traumimmobilie schon lange vor dem ersten Spatenstich beginnen. Wenn sich jetzt im Frühjahr die Baustellen wieder füllen, können Sie sehr anschaulich verfolgen, wie die verschiedenen Gewerke arbeiten. Und die Zeit bis zum nächsten Frühjahr dafür nutzen, Ihr eigenes Traumhaus zu planen.

Viele weitere Tipps zum Thema lesen Sie auch im "Bauherren-Handbuch" und im Buch "Günstig bauen" aus dem Haufe-Verlag.