Donnerstag, 22.12.2011 | Autor: Jörg Stroisch

Zuflussprinzip: Wenn die Dezembermiete erst im Januar fließt

Worum geht´s
  • Zuordnung von Mietzahlungen ins richtige Jahr
  • Das Zuflussprinzip - und welche Ausnahmen davon gelten

Zahlen Ihre Mieter immer wieder mal verspätet? Dann aufgepasst bei der Verbuchung der Einnahmen. Denn eigentlich gilt das Zuflussprinzip. Sie müssen die Mieteinnahmen also in dem Jahr verbuchen, in dem sie geflossen sind. Es gibt aber Ausnahmen, die Sie zum Jahreswechsel besonders beachten müssen.

 

Mietzahlungen, die Sie als Vermieter erhalten, verbuchen Sie als Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung. Sie geben sie in Anlage V der Steuererklärung an.

Normalerweise gilt: Die Einnahmen gehören steuerlich zu dem Jahr, in dem Sie ihnen zugeflossen sind. Die November- und Dezembermiete 2011 gehört somit zum Jahr 2011, die Januar- und Februarmiete 2012 dagegen zum Jahr 2012.

Es kann aber passieren, dass die Dezembermiete erst im Januar fließt, etwa, weil ihr Mieter sich mit der Zahlung Zeit lässt. Oder dass Sie die Januarmiete schon Ende Dezember erhalten. Was dann? Hierzu sieht das Einkommensteuergesetz eine Ausnahme vor (Paragraf 11 Abs. 1 EStG).

Diese Ausnahme besagt: Regelmäßig wiederkehrende Zahlungen werden dem Jahr zugerechnet, zu dem sie gehören. Das ist immer dann der Fall, wenn sie kurze Zeit vor Beginn des neuen Jahres beziehungsweise kurze Zeit nach Ende des alten Jahres geflossen sind.

Was heißt "kurze Zeit"? Damit ist in der Regel ein Zeitraum von zehn Tagen gemeint.

Kommentare (0)

Kommentieren, ergänzen Sie jetzt den Artikel oder geben Sie dem Autor Feedback. Einfach anmelden und losschreiben.

 meineimmobilie.de-Tipp

Falls Sie die Dezembermiete 2011 spätestens am 10. Januar 2012 erhalten, dann zählt sie noch zu den Mieteinnahmen 2011. Sie geben diese Zahlung also in der Steuererklärung 2011 als Einnahme an.

Falls Sie dagegen die Januarmiete 2012 irgendwann zwischen dem 21. Dezember 2011 und dem Jahreswechsel erhalten, dann verbuchen sie die Zahlung erst im Jahr 2012 als Einnahme.

Übrigens gilt dieselbe Regelung auch für Pachten und andere regelmäßig wiederkehrende Zahlungen.