Donnerstag, 11.11.2010 | Autor: mb

Steuervorteile für Denkmal-Besitzer

News: Eigentümer und Vermieter von Denkmal-Immobilien müssen meist viel Geld in die Sanierung und Instandhaltung ihres Gebäudes investieren. Dafür profitieren sie von zahlreichen Steuervorteilen.

Wer eine Denkmal-Immobilie besitzt, muss in der Regel mit kostspieligen Sanierungs- und Instandhaltungmaßnahmen rechnen. Als Ausgleich erhalten Eigentümer und Vermieter denkmalgeschützter Wohngebäude Steuervorteile. Darauf weist der Verband Privater Bauherren in einer Pressemitteilung zum Thema Denkmal-Immobilien hin.

Steuererlass nur nach Genehmigung der Denkmalbehörde

Demnach können Eigentümer und Vermieter von Denkmälern viele Arbeiten, die sie an ihrer Immobilie vornehmen lassen, von der Steuer absetzen. Allerdings nur mit dem Segen der Denkmalbehörde. Die stellt nämlich laut VPB eine Bescheinigung über die genehmigten Sanierungsmaßnahmen aus, aufgrund welcher dann der Steuererlass erfolgt. Für Umbauten oder Sanierungen, die vorher nicht genehmigt wurden, erhalten Eigentümer diese Bescheinigung nicht. Stattdessen droht unter Umständen sogar ein Verfahren wegen illegaler Baumaßnahmen.

Abstimmung mit Denkmalbehörde

Alte Gebäude werden häufig aufgrund ihrer besonderen äußeren Erscheinung unter Denkmalschutz gestellt. Für die Eigentümer bedeutet das unter anderem, dass sie nicht einfach die Fassade mit Dämmplatten versehen dürfen, um Energie zu sparen. Eine energetische Sanierung muss in enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde geplant und durchgeführt werden. Häufig werden Farben oder Materialien vorgeschrieben. Dafür hat der Gesetzgeber die Eigentümer und Vermieter von Denkmal-Immobilien von der Pflicht befreit, bei Verkauf oder Vermietung ihres Gebäudes einen Energieausweis vorlegen zu müssen.

Steuerersparnisse für Vermieter von Denkmal-Immobilien

Nach Angaben des VPB können Vermieter einer Denkmal-Immobilie die vollen Kosten einer Sanierung über zwölf Jahre hinweg von der Steuer absetzen. Außerdem können auch Anschaffungskosten steuermindernd geltend gemacht werden. Der VPB wertet deshalb Denkmal-Immobilien, die wenig kosten und aufwändig saniert werden müssen, als lohnende Investition - vor allem wenn man die Immobilie teilweise vermieten und teilweise selbst nutzen kann.

Kommentare (1)

12.11.2010, 15:39 Uhr von Gate Profil ansehen
Es ist bei Denkmalobjekten oft von der erhöhten Abschreibung die Rede; hier nur ein paar der Schattenseiten für einen Denkmalbesitzer: 1) erhöhte Erhaltungsverpflichtung 2) Zwang zu Abstimmungen mit der Denkmalschutzbehörde 3) Belastung des Grundbuches 4) das aktuelle Mietrecht gilt auch für Denkmalobjekte Es ist allemal wirtschaftlicher, von vornherein weniger Kosten zu haben, als hohe Kosten steuerlich geltend zu machen! Wer nur auf die marginalen steuerlichen Effekte und nicht nachhaltig auf den Cashflow (und Wertsteigerungen) achtet, der wird als der typische Anleger, der lieber irgendwelchen "Finanzberatern" als dem Fiskus etwas abgibt und sich sonstwie schlau und weitblickend dabei vorkommt, irgendwann die Quittung bekommen. Abgerechnet wird am Schluss. Wer aus Leidenschaft Denkmäler saniert/ betreibt..., der ist aus anderem Holze als jene, die sich nur von den steuerlichen Anreizen locken lassen. Der Verwalter :lightbulb:

 meineimmobilie.de-Tipp


Bevor Sie eine Denkmal-Immobilie erwerben, sollten Sie auf jeden Fall einen Architekten oder Gutachter zu Rate ziehen, der sich auf Objekte spezialisiert hat, die unter Denkmalschutz stehen. Er kann Ihnen sagen, mit welchen Sanierungsmaßnahmen und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.