Mittwoch, 31.12.2008 | Autor: Mirjam Büttner

Steuern und Gebühren beim Hausbau oder Immobilienkauf

Worum geht´s

Viele Unterschiedliche Steuern und Gebühren fallen beim Hausbau oder Hauskauf an. Diese machen einen ganz erheblichen Anteil an den Gesamtkosten aus.

Topstory: Beim Hausbau fallen nicht nur Kosten für den Grundstückskaufpreis, die Baufirmen und den Architekten an - auch die Kommune hält die Hand auf. Steuern und Gebühren erheben die Behörden auf Grundstück, Grundbucheintrag und Erschließung. Einige dieser Kosten können auch beim Immobilienerwerb für den Käufer entstehen.

Sowohl Bauherren als auch Hauskäufer müssen für ihren Immobilienbesitz Steuern und verschiedene Gebühren an die Behörden bezahlen. Diese Nebenkosten müssen bei der Kalkulation für die Immobilienfinanzierung berücksichtigt werden. Die meisten Ausgaben fallen einmalig an, einige aber auch jedes Jahr.

Grundbuch- und Notargebühren

Bevor ein Bauherr damit beginnen kann, sein Traumhaus zu bauen, braucht er zunächst ein passendes Grundstück. Sobald er sich mit dem Verkäufer einig geworden ist, lässt er seinen neuen Besitz ins sogenannte Grundbuch eintragen. Auch der Käufer eines Hauses oder einer Wohnung muss die Immobilie eintragen lassen, damit er sich tatsächlich Eigentümer nennen kann. Hier halten die Behörden zum ersten Mal die Hand auf: Zunächst zahlt der Eigentümer Grunderwerbsteuer, danach erfolgt der Eintrag ins Grundbuch, wofür die sogenannten Grundbuchgebühren erhoben werden.

Damit der Eigentumsübergang rechtsgültig ist und alle Eintragungen korrekt sind, muss ein Notar hinzugezogen werden. Auch hierfür fallen Gebühren an. Zusammen mit den Grundbuchgebühren betragen sie rund 1,5 Prozent des Kaufpreises beziehungsweise der Grundschuld. Für Bauherren und Käufer, die kalkulieren wollen, mit welchen Ausgaben sie für Grundbucheintrag und Notar zu rechnen haben, gibt es im Internet einfache Kostenrechner, zum Beispiel von interhyp oder auf Bankportalen.

Grunderwerbsteuer und Grundsteuer

Je nach Art des neuen Besitzes wird dann einmalig die sogenannte Grunderwerbsteuer.html?__nnn=true?__nnn=true" target="_blank">Grunderwerbsteuer erhoben und per Steuerbescheid festgesetzt. Die Höhe der Grunderwerbsteuer wird von den Bundesländern festgelegt und beträgt meist 3,5 Prozent des Kaufpreises.

Nicht zu verwechseln mit der Grundererwerbsteuer ist die sogenannte Grundsteuer. Sie fällt nicht nur einmal, sondern regelmäßig jedes Jahr an und wird von der Gemeinde erhoben. Sie setzt sich aus Einheitswert, Grundsteuermessbetrag und Hebesatz zusammen.

Neben der Grundsteuer werden von der Gemeinde auch jährlich Grundstücksabgaben für Stadtentwässerung, Straßenreinigung und Abfallentsorgung erhoben. Die Gebühren legt jede Kommune fest und veröffentlicht sie im Amtsblatt.

Erschließungsbeitrag an die Kommune

Wer ein Grundstück bebauen will, muss außerdem einen Erschließungsbeitrag an die Kommune bezahlen. Damit leistet der Eigentümer seinen Teil zum Ausbau der Straße, an der sein Grundstück liegt und zum Anschluss an die Strom- und Wasserversorgung sowie die Kanalisation. Die Höhe des Erschließungsbeitrags legt die jeweilige Gemeinde fest, zu der das Grundstück gehört.

Die Gemeinde kann zusätzlich zum Erschließungsbeitrag zu einem späteren Zeitpunkt einen Ausbaubeitrag verlangen. Damit beteiligt die Kommune Grundstückseigentümer an Nachbesserungsarbeiten bei Straßen und Entwässerung.

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 meineimmobilie.de-Tipp

Fragen Sie vor Beginn Ihres Bauvorhabens oder Hauskaufs nach, welche Gebühren Ihre Gemeinde konkret für Grundstückseigner berechnet. Die Ausgaben müssen Sie zusätzlich zu Ihren Immobilienkosten kalkulieren.