Donnerstag, 12.04.2012 | Autor: Judith Engst

Steuererklärung: Unbedingt leserlich ausfüllen!

Worum geht´s
  • Unleserliche Steuererklärung
  • Originalvordrucke oder Kopien?
  • Einhaltung der Abgabefrist

Druckertinte sparen ist schön und gut. Beim Ausdruck Ihrer Steuererklärung sollten Sie aber besser auf den Sparmodus verzichten. Sonst nimmt womöglich das Finanzamt Ihre Steuererklärung nicht an. Nicht mosern darf die Finanzverwaltung allerdings, wenn Sie Kopien statt der Originalvordrucke verwenden.

Bei der Steuererklärung sollten Sie möglichst keine Experimente machen. Laut Oberfinanzdirektion Koblenz drucken immer mehr Steuerpflichtige ihre Steuererklärung in schlechter Qualität aus. Das hat unliebsame Folgen für die Betroffenen.

Wenn das Finanzamt eine Steuererklärung nicht lesen kann, muss es sie auch nicht annehmen. Das regelt ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums (11.03.2012, Bundessteuerblatt I 2011, S. 247). Die Steuererklärung gilt dann als nicht abgegeben. Da aber die Abgabefrist bereits am 31. Mai 2012 endet, kann es passieren, dass das Finanzamt dann plötzlich Verspätungszuschläge von Ihnen verlangt. Bis zu 10 Prozent der festgesetzten Steuer können das sein. Also nicht gerade wenig.

Dass Sie für Ihre Steuererklärung den grün-weißen Originalvordruck verwenden, darf das Finanzamt allerdings nicht von Ihnen verlangen. Oder anders gesagt: Es muss auch ein Formular akzeptieren, das Sie im Internet aufgestöbert und in Schwarzweiß ausgedruckt haben, entschied vor einigen Jahren der Bundesfinanzhof (VI R 15/02). Dass das Finanzamt eine Steuererklärung zurückweist, weil sie nicht auf dem Originalvordruck abgegeben wurde, ist somit unzulässig. Eine Schwarzweiß-Kopie erfüllt die gesetzlichen Anforderungen ebenso. Voraussetzung ist lediglich, dass es sich um den amtlichen Vordruck für das jeweilige Steuerjahr handelt.

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 meineimmobilie.de-Tipp

Drucken Sie die Steuererklärung stets in bestmöglicher Qualität aus, dann sind Sie auf der sicheren Seite. Ob Sie dabei einen grünweißen Originalvordruck oder eine schwarzweiße Kopie verwenden, ist dagegen nicht von Belang. Das gilt auch für den Mantelbogen, der im Original ein doppelt bedruckter und in der Mitte gefalteter DIN-A3-Bogen ist. Wenn Sie stattdessen vier einfach bedruckte DIN-A4-Seiten abgeben, darf das Finanzamt die Steuererklärung trotzdem nicht ablehnen.