Samstag, 08.06.2013 | Autor: Judith Engst

So machen Sie Hochwasserschäden steuerlich geltend

Worum geht´s
  • Hochwasserschäden
  • Steuerliche Absetzbarkeit
  • Außergewöhnliche Belastungen
Stichworte zu diesem Thema

  Verheerend sind die Schäden, die das jüngste Hochwasser vor allem in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen hinterlassen hat. Aber auch in anderen Bundesländern sind durch den andauernden Starkregen Keller vollgelaufen oder Wohnungen überschwemmt worden. Lässt sich der Fiskus an den Kosten für die Schäden beteiligen?      Ver               adlkanfdlknlkjdfsalkjlöasdkfölj

Verheerend sind die Schäden, die das jüngste Hochwasser vor allem in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen hinterlassen hat. Aber auch in anderen Bundesländern sind durch den andauernden Starkregen Keller vollgelaufen oder Wohnungen überschwemmt worden. Lässt sich der Fiskus an den Kosten für die Schäden beteiligen?

Die gute Nachricht lautet: Ja. Bei vermieteten Immobilien sind die Schäden als Werbungskosten absetzbar. Ein Schadenersatz durch die Hausrat- oder Elementarschadenversicherung zählt dann aber als Einnahme, die Sie steuerlich ebenfalls anrechnen müssen und die die absetzbare Summe folglich mindert.

Bei selbstgenutzten Immobilien setzen Sie die Hochwasserschäden als außergewöhnliche Belastung ab. Das gilt allerdings nur für Schäden, die nicht von einer Versicherung ersetzt wurden. Den Selbstbehalt können Sie allerdings auch in diesem Fall absetzen.

Um die Schäden in Ihrer Steuererklärung geltend zu machen, müssen Sie allerdings bestimmte Regeln beachten. Wichtigster Grundsatz: Anerkannt wird nur, was Sie auch wirklich ersetzen oder reparieren. Also Möbel, Gebäudeteile, Anlagen (etwa die Heizung), Geräte, Kleidung und Hausrat. Sie müssen die Kosten für Wiederbeschaffung oder Reparatur mit einer Rechnung oder einem Kaufbeleg nachweisen.

Steuerliche Vorteile bringt Ihnen bei privat genutzen Immobilien allerdings nicht die volle Summe aus diesen Rechnungen und Belegen. Vielmehr ermittelt das Finanzamt zunächst die so genannte „zumutbare Belastung“. Wie hoch diese ist, hängt von Ihrem Einkommen ab und von der Zahl Ihrer Kinder. Nur, was nach Abzug dieser zumutbaren Belastung übrig bleibt, mindert wirklich Ihre Steuerlast.

Beispiele: Ein Ehepaar mit zwei Kindern verdient 35.000 Euro pro Jahr. Die zumutbare Belastung liegt bei 1.050 Euro. Ein Single ohne Kinder verdient 80.000 Euro pro Jahr. Die zumutbare Belastung liegt bei 5.600 Euro. Eine Alleinerziehende Mutter verdient 25.000 Euro pro Jahr. Die zumutbare Belastung beläuft sich auf 750 Euro.

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 meineimmobilie.de-Tipp

Wie hoch ist die zumutbare Belastung? Das können Sie mithilfe eines kostenfreien Rechners der Oberfinanzdirektion Niedersachsen selbst ermitteln. Diesen Rechner finden Sie hier.