Donnerstag, 18.11.2010 | Autor: mb

Milliardeneinnahmen aus Grundsteuer

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News: Die Städte und Gemeinden konnten in den vergangenen zehn Jahren ein Plus von 27 Prozent beim Grundsteueraufkommen verzeichnen. Die Eigentümerschutzgemeinschaft Haus & Grund fordert aufgrund der Zahlen eine Entlastung für Hauseigentümer und Mieter.

Knapp elf Milliarden Euro betrug das Grundsteueraufkommen in Deutschland im Jahr 2009. Das sind 27 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Darauf macht der Eigentümerverband Haus & Grund mit Hinweis auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes aufmerksam. Städte und Gemeinden verzeichneten demnach einen stärkeren Anstieg der Grundsteuereinnahmen als bei den Einnahmen aus der Gesamtsteuer. "Hauseigentümer und Mieter werden damit wie keine andere Gruppe immer stärker zur Finanzierung kommunaler Aufgaben herangezogen", kritisiert Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann in einer Pressemitteilung des Verbands. Gleichzeitig forderte er eine Senkung der Grundsteuerbelastung.

Gestiegene Hebesätze erhöhen die Grundsteuereinnahmen

Gründe für die Mehreinnahmen aus der Grundsteuer sieht der Eigentümerverband hauptsächlich in den angehobenen Hebesätzen. Die Höhe der Hebesätze wird von den Gemeinden festgelegt. Der sogenannte Steuermessbetrag wird mit dem jeweils geltenden Hebesatz der Grundsteuer B für bebaubare und bebaute Grundstücke sowie Gebäude multipliziert. Daraus ergibt sich der zu zahlende Steuersatz. Nach Angaben von Haus & Grund stieg der durchschnittliche Hebesatz der Grundsteuer B zwischen 1999 und 2009 bundesweit von 367 auf 401 Prozent. 2010 erhöhten viele Gemeinden diesen Hebesatz noch weiter.

Kommentare (1)

26.11.2010, 14:31 Uhr von Matulla Profil ansehen
In Zeiten klammer Kassen der Komunen ist es äußerst schwierig, dass der Grundeigentümer bei Wohnungsleerständen die Grundsteuer mindern kann. Es kann zusätzlich das Finanzamt annehmen, dass der Hausbesitzer sich nicht genug um die Vermietung seiner Immobilie bemüht und reduziert oder streicht ihm den Abzug der Werbungskosten.

 meineimmobilie.de-Tipp


Wenn Sie als Vermieter trotz ernsthafter Bemühungen keinen Mieter für Ihre Immobilie finden, können Sie einen Grundsteuererlass beantragen. In diesem Fall würden Ihnen - je nach Ertragsausfall - 25 bis 50 Prozent der Grundsteuer erlassen.