Samstag, 16.02.2013 | Autor: Judith Engst , Foto: Agentur: MEV

Leserfrage: Muss ich den Feuerstättenbescheid zahlen?

Foto: Agentur: MEV
Worum geht´s
  • Schornsteinfeger
  • Feuerstättenbescheid
  • steuerliche Absetzbarkeit
Stichworte zu diesem Thema

"In unserem Bezirk gibt es einen neuen Schornsteinfeger. Der hat an uns nun einen Feuerstättenbescheid verschickt und dazu eine Rechnung über 12,50 Euro für dessen Ausstellung. Darf er das? Und wenn ja, kann ich die Rechnung wenigstens von der Steuer absetzen?", so die Zuschrift eines Lesers. Lesen Sie im Folgenden die Antwort auf diese Fragen.

Tatsächlich ist es die Pflicht des zuständigen Bezirksschornsteinfegermeisters, einen Feuerstättenbescheid auszustellen. Eigentlich hätte er das schon bis 31.12.2012 tun sollen. Dieser Bescheid hat den Sinn und Zweck, in jedem Haus klar festzustellen, welche Öfen, Heizungsanlagen und sonstigen Feuerstätten vorhanden sind und in welchem Turnus sie geprüft werden müssen. Bis zu 40 Euro kann der Bescheid kosten.

Sie selbst haben dann die Wahl, welchen Schornsteinfeger Sie mit der Prüfung beauftragen. Seit 2013 müssen Sie - anders als früher - diese Arbeiten nicht mehr vom zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister durchführen lassen, sondern können sich selbst einen Schornsteinfeger suchen. Lediglich hoheitliche Aufgaben wie die Feuerstättenschau, der Erlass von Feuerstättenbescheiden und die Abnahme neu installierter Feuerungsanlagen bleibt die Aufgabe des zuständigen Bezirksschornsteinfegers.

Dieser hat auch das Recht, für den Feuerstättenbescheid Geld zu verlangen. Wie teuer die Ausstellung dieses Bescheids ist, richtet sich nach der Anzahl und Art der Feuerungsanlagen in Ihrer Immobilie.

Aus diesem Grund hat es leider keinen Sinn, sich gegen diese Gebühr zu wehren. Sie ist die zwangsläufige Folge der veränderten Rechtslage. Sehr wohl aber können Sie bei der Auswahl des Schornsteinfegers Geld sparen. Denn künftig ist der Preis Verhandlungssache und richtet sich nicht mehr nach einem starren, vorgegebenen Gebührenmodell. Und übrigens können Sie im Internet unter www.kehrzeit.de bequem die Termine für Schornsteinfegerarbeiten verwalten und überwachen.

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Die einen schätzen ihn als Glücksbringer, die anderen fürchten ihn als Bürokraten. Die Rede ist vom Schornsteinfeger. Für den wird ab dem 1.1.2013 das Leben schwerer, denn das Schornsteinfegermonopol fällt zu diesem Termin.    Doch nicht nur für den Schornsteinfeger hat die Änderung Folgen: Auch Hausbesitzer müssen sich jetzt mehr um die Brandschutzsicherheit ihrer Immobilie und die Wartung ihrer Heizung kümmern.

 meineimmobilie.de-Tipp

Lässt sich die Rechnung für den Feuerstättenbescheid von der Steuer absetzen? Für Vermieter auf jeden Fall im Rahmen des Werbungskostenabzugs.

 

Bei Eigenheimbesitzern ist die Sache nicht so klar. Denn der Feuerstättenbescheid ist keine haushaltsnahe Dienstleistung, die in Ihrem Haus durchgeführt wird. Vielmehr erstellt ihn der Schornsteinfeger in seinem eigenen Büro. Probieren sollten Sie es aber dennoch, denn nicht jedes Finanzamt macht einen Unterschied zwischen der normalen Schornsteinfegerrechnung und der für den Feuerstättenbescheid.

 

Wichtig: Zahlen Sie alle Rechnungen an den Schornsteinfeger unbedingt per Überweisung oder Lastschrift. Denn Barzahlungen werden vom Finanzamt nicht anerkannt.