Donnerstag, 30.10.2008 | Autor: heihec

Immobilienbesteuerung stark gestiegen

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News: Die finanziellen Belastungen für Haus- und Wohnungseigentümer werden ständig größer. Dies geht aus einer statistischen Erhebung zu den Grunderwerbsteuern und der Grundsteuer des Bundesministeriums für Finanzen hervor.

Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann: "Die öffentliche Hand sieht in den Immobilieneigentümern offensichtlich eine nie versiegende Einnahmequelle. Ob Müllgebühren, Straßenreinigung oder Steuern: der Staat dreht ständig an dieser Schraube, wovon Eigentümer - und natürlich auch die Mieter - betroffen sind."

Grunderwerbsteuer sind um 135 Prozent

Seit 1995 sei laut der Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Deutschland das Steueraufkommen von Ländern und Gemeinden aus der Grundsteuer für bebaute oder bebaubare Grundstücke und Immobilien und der Grunderwerbsteuer um 135 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro im Jahr 2007 gestiegen. Das Aufkommen aus der ausschließlich den Kommunen zustehenden Grundsteuer B sei in diesem Zeitraum um das Zweieinhalbfache gestiegen, das Aufkommen der Länder aus der Grunderwerbsteuer um das Zweifache.

Haus & Grund weist des Weiteren darauf hin, dass die Einnahmen der Länder aus der Grunderwerbsteuer in den großen Flächenländern Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg und Hessen mit Abstand am höchsten sind. Die gestiegene Belastung bei der Grunderwerbsteuer sei zu einem großen Teil auf die Steuersatzanhebung von zwei auf 3,5 Prozent im Jahre 1997 zurückzuführen.

Damals hätten die Länder diese Erhöhung als Reaktion auf die nicht mehr erhobene Vermögenssteuer vorgenommen. Seit der Föderalismusreform I könnten die Länder nun selbstständig über den Grunderwerbsteuersatz entscheiden. Bisher habe nur Berlin davon Gebrauch gemacht und erhöhte 2007 den Steuersatz von 3,5 auf 4,5 Prozent. In Hamburg werde derzeit eine Anhebung diskutiert.

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