Geplante Erhöhung der Grunderwerbsteuer

Nach Berlin, Hamburg und Sachsen-Anhalt planen fünf weitere Bundesländer eine Erhöhung der Grunderwerbsteuer. Darauf weist der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen hin. Derzeit planen die Länder Bremen, Brandenburg, Niedersachsen, Saarland und Schleswig-Holstein eine Anhebung.
Kritik an der Erhöhung der Grunderwerbsteuer
"Es kann nicht sein, dass die Länder und Kommunen versuchen, über eine Erhöhung der Grunderwerbsteuer ihre Haushaltslöcher zu schließen. Dadurch wird gerade das im Koalitionsvertrag festgelegte Ziel, die stagnierende Wohneigentumsquote zu steigern, konterkariert. Insbesondere auf Familien kommen damit höhere Nebenkosten zu, die den Immobilienerwerb erschweren", moniert BFW-Bundesgeschäftsführerin Ira von Cölln.
Künftiger Satz der Grunderwerbsteuer
Die Grunderwerbsteuer wird auf den Kaufpreis fällig. Erwirbt man Haus und Grundstück von einem Bauträger einheitlich, so wird die Grunderwerbsteuer auf den gesamten Kaufpreis fällig. Seit der Föderalismusreform 2006 dürfen die Bundesländer den Satz der Grunderwerbsteuer selbst festlegen.
Ab 2011 soll die Grunderwerbsteuer im Saarland dann von 3,5 Prozent auf 4 Prozent steigen, in Niedersachsen auf 4,5 Prozent. Ab 2013 plant Schleswig-Holstein sogar den Steuersatz auf den Rekordsatz von 5 Prozent, der auch in Brandenburg vorgesehen ist. Berlin, Hamburg und Sachsen-Anhalt haben die Grunderwerbsteuer bereits von 3,5 Prozent auf 4,5 Prozent erhöht.
meineimmobilie.de-Tipp:Nicht zu verwechseln mit der Grunderwerbsteuer ist die sogenannte Grundsteuer. Sie fällt nicht nur einmal, sondern regelmäßig jedes Jahr an und wird von der Gemeinde erhoben. Sie setzt sich aus Einheitswert, Grundsteuermessbetrag und Hebesatz zusammen.