Montag, 16.03.2015 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007

Wo die Gaskosten in Deutschland am günstigsten sind

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007
Worum geht´s
  • Enorme Gaspreisunterschiede nach Wohnorten
  • Netzentgelt ist verantwortlich für das Gaspreisgefälle  
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Das Gaspreisgefälle unterscheidet sich je nach Wohnort bis zu 35 Prozent in Deutschland. Während die Saarländer am tiefsten in die Tasche greifen müssen, freuen sich Immobilieneigentümer aus den Stadtstaaten über die günstigsten Gaspreise.

Und wer ist Schuld am regionalen Preisgefälle? Unter anderem auch die hohen Kosten der Gasnetze.

Was denken Sie: Wieviel muss ein Vierpersonenhaushalt im bundesweiten Durchschnitt jedes Jahr bei einem jährlichen Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden fürs Gas zahlen? Es sind derzeit 1.293 Euro an Gaskosten. Das behauptet jedenfalls das Gaspreis-Vergleichsportals Verivox.

Durchschnittlich heißt: Anderenorts muss man mehr oder weniger zahlen. Beispielsweise im Saarland, wo mit 1.442 Euro pro Jahr der Gaspreis am höchsten ist.

Gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 1.376 Euro, Mecklenburg-Vorpommern mit 1.347 Euro und Thüringen mit 1.342 Euro.

In Berlin ist das Gas am günstigsten

Bundesweit die niedrigsten Preise zahlen laut Verivox die Berliner. Hier kostet die gleiche Menge Gas 1.065 Euro. Verhältnismäßig günstig sei der Gaspreis mit 1.154 Euro auch in Hamburg und mit 1.232 Euro in Bremen.

Für das Preisgefälle sind vor allem die Netzentgelte verantwortlich. Sie werden für Nutzung und Instandhaltung von Gasleitungen sowie Bereitstellung und Ablesung der Gaszähler erhoben und können regional stark schwanken.

Meist sind die Netzentgelte Schuld am hohen Gaspreis

Die höchsten Netzentgelte müssen nach der Verivox-Erhebung Verbraucher in Mecklenburg-Vorpommern und im Saarland mit jeweils 391 Euro zahlen. Es folgt Sachsen-Anhalt mit 369 Euro. Am geringsten fällt die Belastung in Berlin aus. Dort werden durchschnittlich 256 Euro für die Netznutzung fällig, in Bremen 268 Euro und in Hamburg 271 Euro.

In den Stadtstaaten kommen anders als in den bevölkerungsarmen Regionen Deutschlands auf einen Kilometer Leitung viele Verbraucher, auf deren Schultern sich die Kosten verteilen. Die Belastung pro Kopf sinkt“, sagt Jan Lengerke, Mitglied der Geschäftsleitung bei Verivox.

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