Mittwoch, 16.11.2011 | Autor: mb

Wintertipps für die Immobilie

Worum geht´s

Auch die Immobilie leidet auch unter Frost und Schnee. Ob Beleuchtung,  Dachrinne oder Wasserleitungen: Einige Wintertipps helfen Vermietern und Hauseigentümern.

Topstory: In einigen Gebieten gab es schon Nachtfrost, bald werden die Temperaturen auch tagsüber nicht über die Nullgrad-Marke klettern. Höchste Zeit für Vermieter und Selbstnutzer, ihre Immobilie auf den Winter vorzubereiten und sie vor Frostschäden zu schützen.

Löcher im Dach, kaputte Leitungen und verstopfte Regenrinnen: Herbst und Winter können einem Gebäude mächtig zusetzen. Mit ein paar einfachen Handgriffen lassen sich vorhersehbare Witterungsschäden an der Immobilie vermeiden. "Einige Arbeiten kann man ohne Probleme selbst erledigen, in komplizierten oder gar gefährlichen Fällen hilft der Fachmann", sagt Carsten Rohlfs, Bausachverständiger von TÜV Rheinland in einer Pressemitteilung. Hauseigentümer sollten rechtzeitig vor dem ersten Frost das Dach, die Heizungsanlage, Fenster und Türen, Wasserleitungen und Wege rund ums Haus auf den Winter vorbereiten.

Dach und Dachrinne vor dem Winter überprüfen

Am Dach sollte kontrolliert werden, ob sich bei einem Sturm einzelne Dachziegel gelöst und verschoben haben. Dazu rät die Eigentümerschutzgemeinschaft Haus und Grund. Denn schon kleine Öffnungen können zur Folge haben, dass Wasser in das Gebäude gelangt und dort im Winter zu Frostschäden führt, heißt es in einer Pressemitteilung des Eigentümerverbands. Wer sicher gehen will, dass das Dach fit ist für den Winter, kann es gegebenenfalls auch durch einen Fachmann in Augenschein nehmen lassen.

Ebenso wichtig wie die Überprüfung der Ziegel ist das Reinigen der Dachrinnen, die mit Laub verstopft sein können. Wenn es dann stark regnet, kann das Wasser nicht durch die Fallrohre abfließen. Es sucht sich andere Wege und verursacht bei Frost Schäden an der Fassade oder am Dach. Um den Blätterstau in Rohr und Rinne zu vermeiden, kann die Öffnung mit einem speziellen Gitter bedeckt werden.

Dichtungen von Fenstern und Türen prüfen

Besonders wichtig im Winter ist eine funktionierende Heizung. Und zwar nicht nur, damit es die Bewohner warm haben, sondern auch, damit die Wasserleitungen nicht einfrieren. Vor dem Winter sollte deshalb ein Fachmann die Wartung der Heizung übernehmen und eventuell den Heizkessel reinigen. Heizkörper sollten entlüftet und auf ihren Wasserstand hin überprüft werden, empfiehlt der TÜV Rheinland.

Um in den Wintermonaten nicht unnötig teure Heizenergie zu verschwenden, sollten Hauseigentümer auch Fenster und Türen in Augenschein nehmen. "Bei Fenstern prüfen, ob sie luftdicht schließen. Eventuell müssen sie nachjustiert werden, außerdem sollte ein Fachmann alle paar Jahre die Gummidichtungen erneuern", rät Carsten Rohlfs vom TÜV Rheinland. Abdichtungsmaterial aus dem Baumarkt, spezielle Klebeleisten oder Türvorleger aus Plüsch sorgen dafür, dass die warme Luft in der Wohnung bleibt.

Wasserleitungen im Außenbereich entleeren

Eine weitere wichtige Station für den Wintercheck sind die Wasserleitungen im Außenbereich. Sie bieten eine besondere Angriffsfläche für Frostschäden. Damit die Leitungen nicht bersten oder bei Tauwetter für Überschwemmungen sorgen, sollten sie vor dem ersten Frost vollständig geleert werden. Dazu raten die Hamburger Wasserwerke in einer Pressemitteilung.

Hauseigentümer sollten unbedingt daran denken, sämtliche Außenwasseranschlüsse zu entleeren, um Frostschäden in den Wasserleitungen zu vermeiden. Anschließend müssen die Hähne wieder zugedreht werden. Leitungen, die nicht zu entleeren sind, sollten ausreichend mit Isoliermaterial umwickelt werden, damit das Wasser nicht gefriert. Sollte doch eine Wasserleitung oder ein Wasserzähler eingefroren sein, kann ein Installateur helfen.

Wege ums Haus beleuchten

Zu guter Letzt sollten Hauseigentümer und Vermieter die Wege am Haus auf den Winter vorbereiten. Dazu gehört zum Beispiel die Beleuchtung. Auf allen Wegen rings ums Haus sollten blendfreie Leuchten montiert sein - und auch funktionieren, rät der Verband Privater Bauherren. Und damit trotz Beleuchtung keiner ausrutscht, empfiehlt Haus und Grund den Eigentümern, schonmal Schneeschaufel und Streugut bereitzustellen. Dann kann der Winter kommen.

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 meineimmobilie.de-Tipp


Haben Sie am Haus einen Rohrbruch aufgrund von Frost, deckt die Wohngebäudeversicherung die Schäden ab, sofern Sie die Gefahr durch Leitungswasser mitversichert haben. Die Versicherung zahlt jedoch unter Umständen nicht, wenn Sie es nachweislich versäumt haben, den Schaden zu verhindern. Das gilt zum Beispiel für den Fall, dass Sie eine Wasserleitung im Außenbereich nicht entsprechend vor Frost geschützt haben.