Montag, 09.11.2015 | Foto: © sasel77 - Fotolia.com

Wie Sie mit dem richtigen Heizverhalten Kosten sparen

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Worum geht´s
  • Richtig heizen und lüften leicht gemacht

Die Außentemperaturen sinken, die Heizungen laufen auf Hochtouren und die Nebenkosten steigen: Deutliche Anzeichen dafür, dass der Winter vor der Tür steht und jetzt die Heizsaison begonnen hat! 

Dabei können Immobilienbesitzer schon mit kleinen Handgriffen, wie der richtigen Zimmertemperatur und sorgfältigem Lüften, deutlich bei den Heizkosten sparen. 

Wer richtig heizt und lüftet, spart bei den Heizkosten Bares. Laut einer aktuellen Pressemitteilung des Programms Zukunft Altbau, können für eine 110 Quadratmeter große Wohnung abhängig vom energetischen Standard zwischen 250 und 300 Euro pro Jahr eingespart werden.

Stufe 3 statt 5: Ändern Sie alte Heizgewohnheiten

Um effizient zu heizen, hilft es, alte Gewohnheiten zu ändern. Eine Temperatur von 23 oder gar 24 Grad Celsius in Wohnräumen ist zu hoch. „Um komfortabel wohnen zu können, reichen in der Regel 20 Grad aus“, sagt auch Dr. Klaus Keßler von der KLIBA Klimaschutz- und Energieberatungsagentur Heidelberg.

Das Thermostatventil müsse dafür auf Stufe 3 eingestellt werden, 4 oder 5 sei nicht nötig. Der Nebeneffekt kann sich sehen lassen: pro Grad sinken die Heizkosten um 6 Prozent.

Heizkosten sparen: Im Schlafzimmer reicht Stufe 2

Die weiteren Räume, wie Schlafzimmer, Flur und Küche, benötigen 16 bis 18 Grad – hier reicht Stufe 2 des Thermostats.

Im Bad kann es – je nach Komfortanspruch – etwas wärmer sein. Bricht die Nacht an, ist in der gesamten Wohnung eine Absenkung der Temperatur auf 15 Grad sinnvoll.

Je nach Gebäude wird rund eine Stunde vor der Bettruhe die Nachtabsenkung begonnen und eine bis zwei Stunden vor dem Aufstehen wieder aufgehoben.

Lüften: Durchzug herstellen statt Fenster kippen

Neben dem richtigen Heizverhalten müssen die Räume der Immobilie anständig durchlüftet werden. Dafür reicht es nicht, die Fenster zu kippen. „Der Luftaustausch erfolgt nur ungenügend und dauert besonders lange, falls die Fenster lediglich einen Spaltbreit offen sind“, erklärt Keßler.

Die Folge sind ausgekühlte Wände, die dann mit einem großen Energieaufwand wieder aufgeheizt werden müssen. Empfehlenswert ist vielmehr das mehrmalige Querlüften, um die sauerstoffreiche und trockenere Luft in die Wohnung zu lassen. Zu diesem Zweck werden gegenüberliegende Fenster geöffnet.

Gute Zeitpunkte zum Lüften sind morgens, mittags und abends, um jeweils rund fünf Minuten lang Durchzug herzustellen. Besonders bei neuen Fenstern ist diese Maßnahme wichtig, da moderne Fenster luftdicht sind und häufigeres Lüften erfordern. 

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Sie haben einen vor Kälte bibbernden Mieter in Ihrer Wohnung sitzen. Das behauptet er jedenfalls. Vielleicht ist Ihr Mieter tatsächlich nur etwas kälteempfindlich oder sogar viel zu dünn angezogen. Vielleicht spart er aber auch nur an der Heizung und friert lieber, statt die Heizung etwas höher zu drehen.   Besser jedenfalls, Sie kümmern sich gleich drum: Mit einem Thermometer lässt sich schnell herausfinden, ob es an Ihrer Heizung liegt oder der Mieter wirklich nur etwas kälteempfindlich ist. 
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Eine positive Energieeffizienz bei Gebäuden hat auch viel mit richtigem Heizen zu tun. Wird die Luft in den Räumen nicht regelmäßig durch Lüften ausgetauscht, kann es zu Schimmel kommen. Wer dagegen zu lange lüftet oder zu viel heizt, verbraucht unnötig viel Energie.
Im Winter nur bei gekippten Fenstern lüften, beim Verlassen des Hauses alle Heizkörper abdrehen und die Heizung nur austauschen, wenn die alte den Geist aufgibt: Beim Thema Heizen und Lüften wird viel falsch gemacht und das Geld unnötig zum Fenster rausgeworfen. Dabei genügt schon die Befolgung weniger Tipps, um den Energieverbrauch zu senken und ein gesundes Raumklima zu erhalten.

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Mit elektronischen Thermostatventilen können Sie die Temperatur zu Hause ganz nach Ihren Bedürfnissen programmieren. Die Geräte regeln dann die Temperatur automatisch und Sie sparen dabei.

 

Die elektronischen Ventile werden meist über Batterien mit Energie versorgt und wie die herkömmlichen Thermostatventile am Heizkörper befestigt. Elektronische Thermostatventile und Heizungsregler gibt es auch mit Funkkommunikation und können per App gesteuert werden.