Donnerstag, 05.11.2009 | Autor: mb

Warnung vor Solarfonds

News: Vorsicht vor unseriösen Angeboten: bei Investitionen in fremde Solaranlagen sollten Anleger auf der Hut sein. Zwei Firmen versuchen Interessenten mit geschönten Zahlen zu locken. Für Anleger könnte das Kapitalverlust bedeuten.

Der Düsseldorfer Branchendienst "kapital-markt intern" warnt vor unseriösen Investitionsangeboten in Solaranlagen. In einer Pressemitteilung werden konkret die Angebote "SafeInvest" der Firma Solartechnics/Osnabrück und Coningham "DirektInvest" genannt, die nach Angaben von kapital-markt beide von der GfM Gesellschaft für Machbarkeitsstudien mbH & Co. KG/Kelkheim vertrieben werden.

Unrealistische Kalkulation

Die beiden Angebote seien unseriös, weil sie den Interessenten unter Vorlage einer unrealistischen Kalkulation vermittelt würden, kritisiert der Branchendienst. Dabei kauft der Anleger eine Solaranlage und verpachtet diese für einen festen Zeitraum an eine Gesellschaft zurück, die mit dem Verkäufer kooperiert. Diese Gesellschaft verpflichtet sich als 'Nutzerin' gemäß Vertrag zur Zahlung einer festen monatlichen Pacht über 20 Jahre und übernimmt alle Nebenkosten der Anlage. Die Anleger müssen nicht Immobilienbesitzer sein, die Anlage kann auf dem Dach eines Dritten errichtet werden. Zudem wird auch eine 100-Prozent-Finanzierung in Kooperation mit einer Bank zum Erwerb der Solaranlage praktisch ohne Eigenkapital offeriert.

Kapitalverlust bei insolventem Pächter

Die auf den ersten Blick attraktive Höhe der Pacht stellt jedoch nach Auffassung von "kapital-markt intern" gleichzeitig den Haken des Angebots dar, weil Solaranlagen nicht den jährlichen Ertrag erreichen, von dem die Kalkulation ausgeht. Das Risiko bestehe deshalb vor allem darin, dass der potentielle Investor sich mit falschen Vorstellungen in die Finanzierung einer Solaranlage begebe. Hinzu komme, dass der Erwerber im Fall der Insolvenz des Pächters seine Finanzierungskosten nicht mehr kostendeckend aufbringen kann, so dass er einen Kapitalverlust erleidet.

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