Montag, 18.10.2010 | Autor: Eva Schubert

Strompreis auf Rekordhoch

News: Im ersten Halbjahr 2010 sind die Strompreise durchschnittlich um 2,1 Prozent zum Vorjahr gestiegen. Ein Drei-Personen-Musterhaushalt zahlt derzeit für seine Stromrechnung rund 69 Euro im Monat.

Hildegard Müller, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), sieht die Gründe für die gestiegenen Strompreise vor allem in den staatlichen Steuern und Abgaben, welche die Strompreise auf ein 'neues Rekordhoch' klettern lassen. Mit anteilig 41 Prozent wirkten sich die Steuern auf die Stromkosten aus. Daneben schlage der Anteil des Großhandelsmarktes und Vertriebs von etwa 35 Prozent zu Buche. Die Netznutzungsentgelte, welche von Strom- und Gasnetzbetreibern für die Netznutzung erhoben werden, machen einen Anteil von durchschnittlich 24 Prozent aus.

Förderung von erneuerbaren Energien erhöht den Strompreis

Außerdem steige die finanzielle Belastung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (PDF) von etwa 5,3 Milliarden Euro 2009 auf voraussichtlich 8,2 Milliarden Euro im Jahr 2010. Das EEG-Gesetz soll fossile Energieressourcen schonen und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien fördern - das kostet. Der BDEW nennt dafür drei Hauptursachen:

  • Erhöhte erneuerbare Erzeugungsmengen: Im Jahr 2010 wird in Deutschland mit höheren erneuerbaren Erzeugungsmengen, beispielsweise mithilfe des starken Zubaus neuer Photovoltaikanlagen, und mit einer höheren Vergütungssumme gerechnet.
  • Steigende Differenzen: Zwischen dem an der Börse erzielten Strompreis und der Vergütung an die EEG-Stromerzeuger besteht eine Differenz, welche ausgeglichen werden muss. Durch die gefallenen Strompreise an der Börse, was auf die weltweite Wirtschaftskrise zurückzuführen ist, steige diese Differenz jedoch.
  • Ausgleich schaffen: Kosten entstehen bei dem Ausgleichen des unregelmäßig einspeisenden EEG-Stroms in die EEG-Umlage. Als EEG-Umlage werden die von den EEG-Strom aufnehmenden Netzbetreibern den Übertragungsnetzbetreibern berechnete Mehrkosten bezeichnet.

Ursache für hohen Strompreis

Einen weiteren Grund für die Erhöhung der Strompreise liefert der Ausbau von Stromnetzen im Inland. Das wiederum wirkt sich für den Verbraucher negativ auf den Strompreis aus, denn dadurch steigen die Anteile der Netzentgelte im Bundesdurchschnitt.

Kommentare (1)

20.10.2010, 18:24 Uhr von Matulla Profil ansehen
Staat und Besitzer von Voltaikanlagen verdienen sich am Strom eine goldene Nase und der normale Stromkunde zahlt mit exorbitand steigenden Strompreisen die Zeche.

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