Freitag, 11.04.2008 | Autor: heihec

Steuern sparen mit Baudenkmälern

News: Denkmalgeschützte Gebäude gewinnen in Zeiten, in denen etliche Steuersparmodelle gestrichen wurden, mit der Abschreibungsmöglichkeiten auch als Kapitalanlage und Zukunftssicherung an Bedeutung. Vor allem, wenn ihre Lage hohe Mieten oder Verkaufspreise sicherstellt.

Bau- und Renovierungsausgaben können Vermieter nun verteilt auf zwölf Jahre als Werbungskosten steuerlich abschreiben. "Das rechnet sich besonders, weil die geförderten Sanierungskosten für denkmalgeschützte Gebäude durchschnittlich 70 Prozent der gesamten Investition in die Immobilie ausmachen", sagt Isabell Gusinde von der BHW Bausparkasse.

"Für den oft niedrigen Kaufpreis gilt die normale lineare Abschreibung von zwei Prozent jährlich." Selbstnutzer, die keine steuerwirksamen Mieteinnahmen haben, dürfen laut Gesetz 90 Prozent der Sanierungskosten über zehn Jahre verteilt als Sonderausgabe absetzen. "Steuerzahler, die Höchstsätze abführen, erhalten so staatliche Zuschüsse, die einen Großteil der Sanierungskosten ausmachen", erklärt Isabell Gusinde.

Baumaßnahmen abstimmen

Steuerlich begünstigt werden Arbeiten, die zur Erhaltung des Gebäudes als Denkmal oder zu seiner sinnvollen Nutzung erforderlich sind. Gusinde: "Interessenten sollten in jedem Fall einen sachverständigen Berater bestellen, die Sanierungsmaßnahmen vor dem Kauf genau prüfen und mit der zuständigen Denkmalbehörde abstimmen."

Die gibt Auskunft, ob das gesamte Gebäude oder nur Teile denkmalgeschützt sind, und sie stellt eine Bescheinigung über die begünstigten Aufwendungen aus. Der Kaufvertrag muss vor Beginn der Renovierung unterschrieben sein, erst ab diesem Zeitpunkt beteiligt sich das Finanzamt an den Bauarbeiten.

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 meineimmobilie.de-Tipp


Auch Steuerliche Förderung für die Herstellungskosten gibt es bei Baudenkmälern. Allerdings nur, wenn ein unrenoviertes Baudenkmal oder Sanierungsgebäude erworben und nach dem Kauf auf eigene Verantwortung für die Durchführung der genannten Maßnahmen gesorgt wird. Achtung: Wiederaufbau oder Neubau werden nicht gefördert (BFH-Urteil vom 14. Januar 2004).