Samstag, 16.11.2013 | Autor: Judith Engst, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2008

Rundfunkbeitrag: Betrüger am Werk

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2008
Worum geht´s

• Rundfunkgebühr
• Betrüger
• gefälschte Zahlungsaufforderungen

Vor gefälschten Zahlungsaufforderungen in Sachen Rundfunkgebühr warnt aktuell der Hessische Rundfunk. Tatsächlich kursieren seit einigen Tagen täuschend echt aussehende Schreiben, die scheinbar vom Beitragsservice (früher: GEZ) stammen. Hier heißt es aufgepasst!

Optisch seien die gefälschten Schreiben kaum von den Original-Briefen des Beitragsservice zu unterscheiden, so der Hessische Rundfunk. Auch der Briefkopf mit den farbigen Logos von ARD, ZDF und Deutschlandradio sehe täuschend echt aus.

Besonders gemein: Rabattversprechen für Schnellzahler
Eine Besonderheit haben sich die Betrüger allerdings einfallen lassen, um an mehr Geld zu kommen. Angeblich veranstalten sie eine „Rabattaktion 2014“.

Sie versprechen dem Empfänger den Rabatt von einem vollen Quartal, vorausgesetzt, er zahlt den Jahresbeitrag auf einen Schlag. Bei einem aktuellen Monatsbeitrag von 17,98 Euro beläuft sich der Jahresbetrag auf 215,76 Euro.

Betrüger-Konto inzwischen gesperrt
Laut Hessischem Rundfunk wurde das Betrüger-Konto inzwischen gesperrt. Das Geld, das gutgläubige Empfänger den Betrügern bereits überwiesen haben, wurde erstattet. Trotzdem gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht!

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Rundfunkgebühren sind wie Steuern: Es gibt so gut wie kein Entkommen. Ab 2013 werden sie pro Haushalt und nicht mehr pro Empfangsgerät erhoben. Was heißt das für Sie als Immobilieneigentümer? Die wichtigsten Regeln finden Sie in diesem Beitrag.
Erinnern Sie sich noch? 2008 bekam die damalige Gebühreneinzugszentrale (GEZ) vom Datenschutzverein digitalcourage den „Big Brother Award“ für ihr hemmungsloses Herumschnüffeln im Privatleben potenzieller Zahlungsverweigerer. Die GEZ heißt jetzt zwar „Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio“. Aber geschnüffelt wird weiterhin - und das auch noch mit Erlaubnis der Gerichte. 

 meineimmobilie.de-Tipp

Ob alle Betrugsversuche mit der Sperrung dieses einen Betrügerkontos erledigt sind, ist zweifelhaft. Daher gilt: Wenn Sie ein solches Schreiben erhalten, überweisen Sie auf keinen Fall das Geld auf das angegebene Konto. Schicken Sie die Fälschung vielmehr per Fax oder Mail an 069 155-3369 beziehungsweise beitragsservice@hr.de.


Um ein gefälschtes Schreiben sicher zu identifizieren, hat der Beitragsservice übrigens eine echte Zahlungsaufforderung zur Anschauung ins Netz gestellt. Sie finden sie unter diesem Link.

Wichtig: Vergleichen Sie vor allem die Kontoverbindung, an die Sie die Rundfunkbeiträge angeblich oder tatsächlich überweisen sollen. Stammt sie vom Rundfunkservice, ist das Schreiben echt.