Mittwoch, 11.05.2011 | Autor: masdin

Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom

News: Die Atomkatastrophe in Japan hat die Diskussion um Atomstrom auch hierzulande neu entfacht. Viele Verbraucher wollen nun zu einem Ökostrom-Anbieter wechseln. Gerade für Vermieter kann sich dies lohnen, da sie dadurch nicht nur einen Beitrag zur Umwelt leisten, sondern auch sparen können.

Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom. Wie die Stiftung Warentest im April mitteilte, darf mithilfe bestimmter Zertifikate auch aus Atom- und Kohlekraftwerken erzeugter Strom als Ökostrom angeboten werden.

Wer sicher sein will, dass sein Anbieter den Strom aus erneuerbaren Energien bezieht und den Bau von Ökostromanlagen fördert, dem empfiehlt die Stiftung Warentest die Anbieter Naturstrom, Entega, Lichtblick, EWS Schönau und Greenpeace Energy. Die Konzerne Eon, RWE, EnBW und Vattenfall wiederum betreiben Atomkraftwerke. Ihre Ökostromableger tragen die Namen eprimo, Lekker Energie, e wie einfach, Naturenergie und Yello Strom.

Einfacher Wechsel zum Ökostrom

Wer eine Immobilie vermietet und diese mit Ökostrom versorgen will, kann denkbar einfach wechseln: In der Regel übernimmt der neue Anbieter die Kündigung des alten Vertrages. Das werden ihm nicht nur die Umwelt und klimabewusste Mieter danken. Wie die Stiftung Warentest ermittelte, sind die Angebote der Ökoanbieter mitunter sogar günstiger als der Grundtarif des örtlichen Anbieters.

Wer den Anbieter wechseln will, sollte zunächst den Stromverbrauch der Immobilie ermitteln, um die Preise vergleichen zu können. Es sollten nicht nur die Tarife, sondern auch weitere Konditionen miteinander verglichen werden, etwa die Länge der Vertragslaufzeit. Die Stiftung Warentest rät von Tarifen mit Kaution oder Zahlung per Vorkasse ab und empfiehlt stattdessen Verträge mit kurzer Laufzeit und einer monatlichen Kündigungsfrist, um bei Unzufriedenheit den Anbieter schneller wechseln zu können.

Viele Stromanbieter stellen auf ihren Websites ein Anmeldeformular zur Verfügung. In der Regel werden zur Anmeldung auch der aktuelle Zählerstand und die Zählernummer benötigt. Eine Ummeldung, die der neue Anbieter für den Verbraucher übernimmt, dauert normalerweise zwischen sechs bis acht Wochen, vorausgesetzt, dass er sich bei seinem vorherigen Stromanbieter nicht mehr in der Mindestvertragslaufzeit befindet. Um die Schlussrechnung zu erstellen, muss auch dem alten Stromanbieter noch einmal der Zählerstand mitgeteilt werden.

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