Dienstag, 03.07.2012 | Autor: Heidi Hecht

Kritik an intelligenten Online-Stromzählern

Worum geht´s
  • Strom sparen mit intelligenten Stromzählern
  • Datenmissbrauch durch intelligenten Stromzähler
  • Forderungen der Datenschutzbeauftragten
Stichworte zu diesem Thema

Intelligente Online-Stromzähler sollen Verbrauchern dabei helfen Strom zu sparen. Denn die sogenannten Smart Meters zeigen auf das Kilowatt genau an, welche Geräte wie viel Strom benötigen. Datenschützer sehen die neuen Online-Stromzähler allerdings kritisch.

Intelligente Online-Stromzähler, sogenannte Smart Meter werden ab nächstem Jahr gesetzlich verpflichtend für alle Neubauten. Einerseits positiv, denn Smart Meters sollen den Verbrauchern durch die ständige Bereitstellung aller Informationen über den Stromverbrauch dabei helfen Energie zu sparen, doch diese Informationen erhalten auch die Energielieferanten. Der Europäische Datenschutzbeauftragte sieht die Einführung der Smart Meters kritisch.

Datenmissbrauch durch intelligente Online-Stromzähler

Die Einführung intelligenter Messsysteme mag zwar signifikanten Nutzen bringen, heißt es in einer Pressemitteilung des Europäischen Datenschutzbeauftragten. Doch lassen sich mit dem Smart Meter umfangreiche Profile von Haushalten anlegen. Diese Muster können nützlich sein, um den Energieverbrauch für Energiesparzwecke zu analysieren. Zusammen mit Daten aus anderen Quellen ist das Potenzial für Data-Mining sehr bedeutsam. Muster und Profile können für viele Zwecke genutzt werden, Marketing, Werbung und Preisdiskriminierung durch Dritte eingeschlossen.

Um die Privatsphäre der Verbraucher zu schützen, fordert Giovanni Buttarelli, stellvertretender Europäischer Datenschutzbeauftragter, unter anderem, dass die Kunden einen direkten Zugang zu ihren Energieverbrauchsdaten und ihren individuellen Profilen erhalten. Zudem sollen die für die Verarbeitung der Smart-Meter-Daten Zuständigen eine "Datenschutzfolgenabschätzung durchführen" und dazu verpflichtet werden, Datenschutzverstöße zu melden.

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News: Die Zahl der elektronischen Geräte im Haushalt nimmt zu und damit auch der Stromverbrauch. Sogenannte Smart Meters zeigen auf das Kilowatt genau an, welche Geräte wieviel Strom benötigen. In Neubauten und grundsanierten Gebäuden sind die intelligenten Stromzähler bereits Pflicht.

 meineimmobilie.de-Tipp

Falls Sie Ihr Bestandsgebäude auf Smart Meters umrüsten lassen wollen, sollten Sie sich bei Ihrem Stromversorger vorab genau erkundigen, welche Kosten einmalig und monatlich auf Sie zukommen.