Montag, 24.02.2014 | Autor: Heidi Schnurr, Foto: © fuxart - Fotolia.com

Kaufen oder sparen? So entscheiden Sie sich richtig

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Worum geht´s

Sparen, anlegen, investieren: Wo Ihr Geld am besten angelegt ist. 

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Wohin mit dem Geld? "Betongold" heißt die Alternative. Vielleicht denken auch Sie gerade darüber nach, ob Sie Ihr Geld weiterhin für einen bescheidenen Zins auf der Bank liegen lassen oder doch lieber ein Haus oder eine Eigentumswohnung kaufen.

Haben Sie Geld auf der hohen Kante haben, kennen Sie das Dilemma: Sie bekommen dafür derzeit kaum Zinsen, es sein denn Sie sind risikobereit und investieren Ihr Geld z.B. in vermeintlich renditeträchtige Fonds.

Da ist das Kapital meist besser und sicherer in Wohneigentum angelegt!

Noch dazu, wenn Sie derzeit sowieso noch in Miete wohnen. In so einem "Mieterleben" zahlen Sie nämlich einige 100.000 EUR Miete an Ihren Vermieter. Setzen Sie dagegen auf Wohneigentum, zahlen Sie "die Miete" quasi in die eigene Tasche und bauen damit nebenher ein ganz ansehnliches Vermögen auf.

Was für einen Immobilienkauf spricht

Wer überlegt von seiner Mietwohnung in eine Eigentumswohnung zu ziehen, für den mögen Argumente wie Unabhängigkeit oder Freiheit noch zählen. Zudem die Möglichkeit, seine eigenen 4 Wände nach seinen persönlichen Wünschen zu gestalten und damit seine Lebensqualität zu steigern.

Wohnnen Sie dagegen ohnehin schon im Eigenheim, gibt es einige mehr Gründe, in "Beton zu investieren": 

• Eine Immobilie ist eine inflationssichere Kapitalanlage. Beim Wohneigentum wirkt sich die Inflation lediglich auf die Lebenshaltungskosten sowie die Wohnnebenkosten wie Instandhaltungsrücklage, Heizungs-, Wasser- und Stromkosten aus.


• Als Eigentümer stehen Sie finanziell am Ende besser da als z.B. eine Mieter. Die eigene Immobilie wird zum Teil Ihrer privaten Altersvorsorge. Die „ersparte" Miete dient als zusätzliche Rente und erhöht im Alter Ihr frei verfügbares Einkommen.


• Wohn-Riester, Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmer-Sparzulage sind staatliche Fördermittel, die im Rahmen der Baufinanzierung Ihre Darlehensbelastung senken.


• Sie sparen Kapitalertragssteuer, denn mietfreies Wohnen im Alter ist steuerfrei. Zudem können Sie die Immobilie steuerfrei an Ihre Angehörigen vererben.

Was gegen Wohneigentum spricht
 

Als Nachteile fallen eine lange Kapitalbindung, eventuelle eine hohe Verschuldung mit der Unsicherheit, die Raten immer aufbringen zu können, sowie die Bindung an einen Ort ins Gewicht. Ferner könnten Sie veränderte Lebensumstände (z. B. Arbeitslosigkeit, Krankheit, Scheidung) dazu zwingen, Ihre Immobilie verkaufen zu müssen.

Meist entscheiden die finanziellen Rücklagen und vor allem das aktuelle Einkommen darüber, wie viele Schulden Sie sich leisten können bzw. ob sich eine (weitere) Immobilie als Geldanlage lohnt. 

Zu viele Menschen haben leider schon ihre Möglichkeiten und  Einkommensreserven überschätzt und mussten miterleben, wie ihr Eigentum in der Zwangsversteigerung unter den Hammer kam.

Freuen Sie sich auf eine sichere und rentable Geldanlage
 

Entscheiden Sie sich für einen Immobilienkauf, sollten Sie sich bewusst darüber sein, dass es im Schnitt 30 Jahre dauert, bis der letzte Cent der Schulden getilgt ist. Vor allem in den ersten 10 Jahren muss oft eisern gespart und unter Umständen auf vieles verzichtet werden, während Mieter fröhlich konsumieren.

Doch wer diese Durststrecke durchsteht, steht am Ende besser da als der Mieter.

 

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Foto: Heidi Schnurr / Bildschön, Laila Weber
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Heidi Schnurr arbeitet als Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt Mietrecht für Vermieter. Ihre Praxis-Tipps speziell für Vermieter finden sich in zahlreichen Fachpublikationen, Loseblattwerken, Büchern und ...
Heidi Schnurr
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Spätestens ab circa dem 25. Jahr seit dem Immobilienkauf, stehen Sie als Käufer finanziell wesentlich besser da als ein Mieter.