Donnerstag, 27.09.2012 | Autor: Heidi Hecht, Foto: Agentur: Projectphotos

Heizungssysteme: Erdgas bleibt Nummer eins

Foto: Agentur: Projectphotos
Worum geht´s
  • Erdgas bei Neubauten erstes Heizsystem
Stichworte zu diesem Thema

Sowohl im Neubau als auch im Gebäudebestand gehört Erdgas zu der Nummer eins bei den Heizungssystemen. Umso unverständlicher seien für die Gaswirtschaft Überlegungen im Bundesumweltministerium, den Einbau bestimmter Heizungstechnologien über eine neue Umlage zu finanzieren.

Im Neubau bleibt Erdgas Nummer eins bei den Heizungssystemen. 50,6 Prozent aller neuen Wohnungen wurden im ersten Halbjahr 2012 mit einer Erdgasheizung ausgestattet. Wärmepumpen hatten einen Anteil von 24,2 Prozent, gefolgt von Fernwärme mit 15,5 Prozent. Die verbleibenden Anteile entfielen auf Holz und Holzpellets mit 6,3 Prozent, Heizöl mit 1,1 Prozent, Stromheizungen mit 0,7 Prozent und sonstige Heizungssysteme mit 1,7 Prozent. Dies teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) auf der gasfachlichen Aussprachetagung 2012 in Dresden mit.

Erdgas stabil positiv belegt

Letztes Jahr wurden in Deutschland knapp die Hälfte von insgesamt 38,2 Millionen Wohnungen mit Erdgas beheizt (49,0 Prozent), so der BDEW. In 12,7 Prozent aller Wohnungen wird Fernwärme genutzt, während Heizöl in 29,3 Prozent aller Wohnungen für Wärme sorgt. Strom lieferte für 6 Prozent die Heizenergie. Der Anteil der übrigen festen Brennstoffe wie beispielsweise Holz, Kohle, Koks betrug 2,8 Prozent. Demnach sei Erdgas bei den Endkunden wieder stabil positiv belegt. Das zeigen erste Ergebnisse der aktuellen Positionierungsstudie Erdgas.

„Zum einen hat sich das Preisimage von Erdgas – nach der Stabilisierung der letzten Jahre - signifikant gegenüber 2011 verbessert. Betrachtet man die Entwicklung der Erdgas-Positionierung im Zeitverlauf, so zeigt sich, dass Erdgas sich seit der ersten Untersuchungswelle im Jahr 2007 in den Dimensionen "Wirtschaftlichkeit & Energieeffizienz", "Versorgungssicherheit & Unabhängigkeit" sowie "Umweltschonung" signifikant über die Jahre verbessert hat", erläuterte Anke Tuschek, Mitglied der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Kritik an Plänen für Verbraucher-Umlage im EEWärmeG

Umso unverständlicher seien deshalb für die Gaswirtschaft Überlegungen im Bundesumweltministerium, den Einbau bestimmter, vom Bundesumweltministerium bevorzugter Heizungstechnologien über eine neue Umlage zu finanzieren. Dieser Vorschlag findet sich im Entwurf des Erfahrungsberichtes zum Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG).

"Während die Umlage in letzter Konsequenz alle 30 Millionen Gas- und Ölkunden treffen würde, will das Bundesumweltministerium mit den Einnahmen nur Prämien für ganz bestimmte, vom Bundesumweltministerium präferierte Wärme-Technologien auszahlen. Bereits in den vergangenen Jahren hat sich die Gaswirtschaft entschieden gegen ähnliche Vorschläge gewendet, die Erdgas im Wärmemarkt benachteiligen. Nicht zuletzt angesichts der aktuellen Debatte um die sozialen Aspekte der Energiepreise sind solche zusätzlichen Kostentreiber abzulehnen", sagte Tuschek.
 

Kommentare (0)

Kommentieren, ergänzen Sie jetzt den Artikel oder geben Sie dem Autor Feedback. Einfach anmelden und losschreiben.
News: Der Kaffeeröster Tchibo liefert nun auch Erdgas. Doch im Vergleich zu regionalen und Billig-Gasanbietern ist Tchibo-Erdgas nicht das günstigste und für manche Eigentümer sogar viel zu teuer.

 meineimmobilie.de-Tipp

Als Vermieter sind Sie nicht dazu verpflichtet, den günstigsten Tarif für die Versorgung Ihrer Immobilie zu wählen. Doch im Interesse Ihrer Mieter sollten Sie die Gaspreise vergleichen und gegebenenfalls auch den Anbieter wechseln.