Donnerstag, 07.01.2016 | Autor: Heidi Schnurr, Foto: © sasel77 - Fotolia.com

Heizkosten sparen: Mit diesen 8 Praxis-Tipps

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Worum geht´s

8 leicht umsetzbare Praxis-Tipps, wie Sie mit geringem Aufwand Heizkosten sparen können.

Die meisten Mieter sind geschockt, wenn sie ihre Heiz- und Betriebskostenabrechnung bekommen. Denn insgeheim hofft ja jeder auf eine Rückzahlung. Umso schlimmer dann, wenn sie Heiz- oder Betriebskosten nachzahlen müssen.

Damit das nicht passiert, hat der Deutsche Mieterbund nun eine Checkliste zum Heizkosten sparen herausgegeben.

Wie Sie mit einfachen Tricks Ihre Heizkosten senken können

Preistreiber Nummer 1 sind bei den Nebenkosten nach wie vor die Heizkosten. Mit dem richtigen Heizen und Lüften lässt sich nicht nur Geld sparen, sondern das schafft auch ein gesundes Raumklima und verhindert Schimmelpilze.

Wird nicht richtig geheizt und gelüftet, bilden sich oft im Bade- oder Schlafzimmer schwarze Flecken. Das sind oft Zeichen von zu geringen Raumtemperaturen und nicht ausreichender Frischluftzufuhr. Kann die Luft hier nicht genügend Feuchtigkeit aufnehmen, kommt es zu Kondensation und zu Nässe im Wohnbereich.

Wie Sie in Ihrem Zuhause oder Ihre Mieter in ihrer Wohnung dem vorbeugen können, hat der Deutsche Mieterbund in einer 8-Punkte-Checkliste zusammengefasst:  

  1. Stellen Sie die Fenster nicht auf „Dauerkipp“! Dadurch entstehen unbemerkt die höchsten Wärmeverluste. Bis zu 200 Euro pro Heizsaison können Sie allein durch die Vermeidung von dauerhaft gekippten Fenstern einsparen. Außerdem wird so ein Auskühlen der Räume und des Mobiliars vermieden.

 

  1. Bitte nicht zuerst die Räume überheizen und dann mittels Lüften wieder runter kühlen! Besser eine konstante Temperatur halten. Die Ideal- bis Maximaltemperaturen betragen in Wohnräumen 20 °C bis 22 °C, in der Küche 18 °C bis 20 °C, im Schlafzimmer 16 °C bis 18 °C und im Badezimmer bis maximal 23 °C. Die abgesenkte Raumtemperatur um 1 °C spart 6 Prozent der Heizenergie!

 

  1. Drehen Sie vor dem Lüften die Heizung ab! Lüften Sie mehrmals täglich kurz und kräftig. Das verbessert das Raumklima und stoppt den Schimmel. Verwenden Sie einen Thermohygrometer: Der zeigt die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit an und überprüft das Raumklima. Blinkt das rote Licht, müssen Sie lüften.

 

  1. Stellen Sie Möbel und Gardinen nie direkt vor die Heizung! Stehen dort Möbel oder ist die Heizung mit Gardinen verhangen, kostet Sie das bis zu 15 Prozent der abgegebenen Wärme.

 

  1. Dichten Sie breite Ritzen an Fenstern und Türen mit selbstklebenden Streifen ab! Die bekommen Sie in jedem Baumarkt. Sie kosten nicht viel und sind dadurch selbst für einen Laien leicht anzubringen!

 

  1. Heizen Sie nicht per Steckdose! Dezentrale Elektro-Öfen und Heizungslüfter sind nur etwas für den absoluten Notfall, denn der Verbrauch solcher Geräte kostet Sie am meisten Geld!

 

  1. Benutzen Sie programmierbare Heizkörperthermostate (ab ca. 35 Euro im Baumarkt erhältlich). Die ermöglichen eine automatische Absenkung der Temperatur bei Nichtbenutzung der Räume! Außerdem können Sie mit Hilfe der Geräte eine individuelle Absenkung bzw. Erhöhung der Raumtemperatur über alle Wochentage programmieren.

 

  1. Bringen Sie hinter Ihren Heizkörpern Dämmplatten oder flexible Dämmfolien (auch im Baumarkt erhältlich) an, denn oft sind die Wände hier dünner.

 

Kommentare (1)

24.3.2016, 15:41 Uhr von dark8 Profil ansehen
Ich denke, Dass die Heizung zu viel in Bayern kostet...besonders im Winter.
Foto: Heidi Schnurr / Bildschön, Laila Weber
Foto: Heidi Schnurr / Bildschön, Laila Weber

Es schreibt für Sie

Heidi Schnurr arbeitet als Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt Mietrecht für Vermieter. Ihre Praxis-Tipps speziell für Vermieter finden sich in zahlreichen Fachpublikationen, Loseblattwerken, Büchern und ...
Heidi Schnurr
Die Kältewelle hat nun auch Deutschland erreicht. Damit es zu Hause schön warm und kuschelig wird,  laufen die Heizungen der Immobilienbesitzer auf Hochtouren. Doch spätestens mit der Heizkostenabrechnung kommt die Ernüchterung: Schon wieder muss drauf gezahlt werden!   Allerdings nicht, wenn Sie als Immobilienbesitzer effektive Maßnahmen ergreifen, um Ihre Heizkosten langfristig zu senken.
„Schimmelbutze“ nennen es die einen, „Wohnung“ die anderen – und damit fängt der Streit bereits an! Zeigt sich hinter der Wand Schimmel, könnte das ein Zeichen für schlechtes Lüften und Heizen sein. Es könnte jedoch auch an der Bausubstanz liegen und damit hätten Sie als Vermieter wieder den schwarzen Peter und der Mieter ein Abhilfe- und Mietminderungsrecht.
News: Es sind nur ein paar Dinge, die Eigenheimbesitzer und Mieter beim Heizen beachten sollten, wenn sie die Umwelt und den eigenen Geldbeutel schonen wollen. Mehr als 15 Prozent Energie lassen sich bei richtigem Heizen und Lüften einsparen.
Eine positive Energieeffizienz bei Gebäuden hat auch viel mit richtigem Heizen zu tun. Wird die Luft in den Räumen nicht regelmäßig durch Lüften ausgetauscht, kann es zu Schimmel kommen. Wer dagegen zu lange lüftet oder zu viel heizt, verbraucht unnötig viel Energie.

 meineimmobilie.de-Tipp

Checken Sie doch mal Ihren Heizungskeller. Ist es dort sehr warm, sind vermutlich die Heizungs- und Warmwasserrohre nicht gedämmt. Damit verpufft schon mal ein großer Teil der Wärme im Keller, anstatt die Wohnung zu beheizen. Wer seine Rohre dämmt, kann in seinem Einfamilienhaus mit 150 Quadratmeter circa 2.500 Kilowattstunden pro Jahr an Heizenergie sparen.

 

Ein hydraulischer Abgleich sichert Ihnen die gleichmäßige Wärmeverteilung in einzelnen Räumen bei optimiertem Energieverbrauch und beendet so ganz nebenbei auch mögliche Störgeräusche der Heizung. Je nach Heizungsanlage profitieren Sie von circa 10 % Energieeinsparungen und einem besseren Wohnkomfort.