Montag, 18.03.2013 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007

Hälfte des Strompreises sind Steuern und Abgaben

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007
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  • Strompreisanalyse 2013
  • Hälfte des Strompreises sind Steuern und Abgaben
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Die Strompreise steigen zum Ärgernis der Immobilieneigentümer stetig in die Höhe. Eine aktuelle Strompreisanalyse zeigt, dass die Hälfte des Strompreises allein aus Steuern und Abgaben bestehe.

Die Summe der Steuern und Abgaben ist auf ein neues Rekordhoch geklettert und macht inzwischen 50 Prozent am Strompreis aus. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Strompreisanalyse 2013 des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Ergebnis der Strompreisanalyse 2013

Nach der Strompreisanalyse, bei der die Veränderungen im Grundversorgungstarif und den gängigen Tarifprodukten für Haushaltskunden betrachtet wurden, zahlt ein Musterhaushalt mit drei Personen und einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden inzwischen rund 83 Euro (2012: 76 Euro) im Monat für Strom. Davon entfallen knapp 42 Euro auf staatliche Steuern und Abgaben. "Während der Kostenblock der staatlichen Steuern und Abgaben weiter gewachsen ist, blieb der reine Netto-Strompreis für Erzeugung, Transport und Vertrieb im Durchschnitt konstant", sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Insbesondere die stark gestiegene EEG-Umlage habe den Strompreisen zum Jahresanfang zugesetzt. Gut 15 Euro (2012: 10) müsse ein Musterhaushalt in diesem Jahr pro Monat für die Förderung der erneuerbaren Energien aufbringen. Müller: "Die Politik muss die zunehmenden finanziellen Belastungen der Verbraucher durch die Förderung der erneuerbaren Energien zügig in den Griff bekommen. Daher ist es richtig und wichtig, dass es zum jetzigen Zeitpunkt eine intensive politische Debatte über die Begrenzung der Kosten einer immer weiter steigenden EEG-Umlage und eine breitere Finanzierung der Energiewende gibt."

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Die Strompreiserhöhungen nehmen kein Ende: Für das Jahr 2013 wird mit einer Erhöhung der EEG-Umlage gerechnet. Demnach würde sich der Strompreis für Immobilieneigentümer um sieben Prozent verteuern.
Mit dem Anstieg der EEG-Umlage werden die deutsche Wirtschaft und die deutschen Haushalte in den kommenden Jahren unverhältnismäßig stark belastet. Mit einer deutlichen Senkung der Stromsteuer oder der Mehrwertsteuer auf Strom könnten Immobilienbesitzer entlastet werden.
Etliche Politiker und Wirtschaftsvertreter wollen das Erneuerbare-Energien-Gesetz abschaffen. Doch die große Mehrheit der Deutschen setzt sich laut Greenpeace Energy für den Erhalt des EEG in jetziger Form oder optimiert ein.
News: Zum 1. Januar wird die EEG-Umlage um rund 58 Prozent auf 3,53 Cent je Kilowattstunde ansteigen. Da die Verbraucher die EEG-Umlage über ihre Stromrechnung bezahlen, drohen ab 2011 erneute Strompreiserhöhungen. Durch einen Stromanbieterwechsel zum Beispiel zum Ökostrom können Verbraucher diese Erhöhung wieder ausgleichen.

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