Montag, 25.03.2013 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007

Energiewende: Immobilienbesitzer entlasten

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007
Worum geht´s
  • Energiewende: Politik muss Verbraucher entlasten

Zum 1. Januar 2013 stieg die EEG-Umlage von 3,59 auf 5,28 Cent die Kilowattstunde. Dies entspricht einem Zuwachs von 47 Prozent. Auch für die kommenden Jahre ist mit weiteren Anstiegen zu rechnen.

Um die Akzeptanz der Energiewende nicht zu gefährden, sollte die Politik nach Angaben des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) durch Anpassungen im bestehenden System die Immobilieneigentümer entlasten. Effiziente Förderung, gerechtere Verteilung und Sozialausgleich: Nach Berechnungen des vzbv ergäbe sich mit diesen drei Maßnahmen für das Jahr 2014 eine Entlastung von über 3 Milliarden Euro. So bleibe die Energiewende bezahlbar.

Energiewende: Kostenfalle vermeiden

„Das Ziel ist klar: Wir brauchen die Energiewende. Von den erneuerbaren Energien werden Verbraucher auch finanziell profitieren. Die Politik darf den Weg zum Ziel nicht mit Kostenfallen versperren. Sie muss neue Techniken effizienter fördern, die Kosten gerechter verteilen und die Energiewende sozialpolitisch flankieren“, sagt Gerd Billen, Vorstand des vzbv.

Vor allem Verbraucher werden derzeit überproportional belastet. Geringverdiener sind in besonderem Maße von Strompreiserhöhungen betroffen. Daher unterstützt der vzbv die Forderung des Paritätischen Gesamtverbands und des Deutschen Mieterbunds nach einer Energiekostenkomponente beim Wohngeld, die steigende Heiz- und Stromkosten berücksichtigt.

Kommentare (1)

3.4.2013, 16:31 Uhr von Matulla Profil ansehen
Die EEG-Umlage wird die Stromkunden, wenn der Gesetzgeber nicht gegensteuert, mit weiterhin stark steigenden Stromkosten belasten, die sich dann in immer kürzeren Zeitabständen verdoppeln. Bei einer jährlichen Strompreiskostensteigerung von 8 % p.a nach der 72er Reglung, zahlt der Stromkunde in 9 Jahren doppelt so viel für seinen Strom wie heute und so weiter mit open end......
Die Strompreiserhöhungen nehmen kein Ende: Für das Jahr 2013 wird mit einer Erhöhung der EEG-Umlage gerechnet. Demnach würde sich der Strompreis für Immobilieneigentümer um sieben Prozent verteuern.
Mit dem Anstieg der EEG-Umlage werden die deutsche Wirtschaft und die deutschen Haushalte in den kommenden Jahren unverhältnismäßig stark belastet. Mit einer deutlichen Senkung der Stromsteuer oder der Mehrwertsteuer auf Strom könnten Immobilienbesitzer entlastet werden.
Etliche Politiker und Wirtschaftsvertreter wollen das Erneuerbare-Energien-Gesetz abschaffen. Doch die große Mehrheit der Deutschen setzt sich laut Greenpeace Energy für den Erhalt des EEG in jetziger Form oder optimiert ein.

 meineimmobilie.de-Tipp

Als Vermieter ist der Strompreis für Sie zwar ein Randthema, dennoch können Sie Kosten beim Hausstrom sparen. Informieren Sie sich mit dem Strompreis-Vergleich über die zahlreichen Anbieter auf dem deutschen Strommarkt, um den für Sie günstigsten Tarif herauszufinden.