Freitag, 03.06.2011 | Autor: mb

Einbau von modernen Heizkörpern

News: Private Hauseigentümer investieren viel Geld in Modernisierungen an der Gebäudehülle. Eine weitere Möglichkeit, Energie zu sparen, bieten moderne Heizkörper. Vor allem bei Neubauten sollte gleich auf diese Variante gesetzt werden, empfiehlt der Verband Privater Bauherren.

In den meisten privaten Wohnhäusern sind Konvektionsheizungen eingebaut. Das sind die normalen Heizkörper unter den Fenstern. Sie erwärmen die Luft und verteilen sie durch Wirbelbildung im Raum. Konvektionsheizungen seien zwar altbewährter Standard, doch nicht mehr zeitgemäß, meint Rüdiger Mattis vom Verband Privater Bauherren (VPB) laut einer Pressemitteilung, "denn sie erfordern unnötig hohe Vorlauftemperaturen und damit auch relativ viel Energie." Erheblich sparsamer sind demnach Strahlungsheizungen. Doch selbst bei Neubauten gehören sie noch nicht zur Standardausstattung. "Käufer schlüsselfertiger Immobilien bekommen sie in der Regel gar nicht erst angeboten," so Mattis.

Konvektions- vs. Strahlenheizung

Der Nachteil bei den immer noch gängigen Konvektionsheizungen besteht darin, dass sie hohe Vorlauftemperaturen von rund 70 Grad benötigen. Sie erwärmen nur die Luft, und die geht beim Lüften dann relativ schnell verloren. "Außerdem verwirbeln sie nicht nur die Luft, sondern dabei auch Staub auf, was wiederum vielen Menschen auf die Bronchien schlägt", gibt Bausachverständiger Mattis zu bedenken.

Die Strahlungsheizung sei eine sinnvolle Alternative, so der VPB, denn sie erhitzt ein Bauteil, das dann über Stunden Wärme an den Raum abgibt. Zu den klassischen Strahlungsheizungen zählen traditionelle Kachelöfen, zu den modernen Fußboden-, Decken- und, Wandheizungen. Strahlungsheizungen benötigen mit nur 35 Grad Celsius nur halb so hohe Vorlauftemperaturen wie Konvektionsheizungen. "Solche Heizungen können deshalb sehr gut mit dem Warmwasser aus Sonnenkollektoren und Erdwärmeheizungen betrieben werden", erläutert Mattis.

Nachteil von Strahlungsheizungen: Fläche

Doch auch Strahlungsheizungen haben einen Nachteil gegenüber den gängigen Heizkörpern: Sie benötigen Fläche. Vor Wandheizungen dürfen beispielsweise keine Möbel stehen, Schrank-, Regal- und Bilderwände sind dort tabu. Als seltene, aber denkbare Alternative kennen Experten noch sogenannte Fußleistenheizungen: Das sind wasserführende Röhren in den Fußleisten, die nicht nur die Fußleisten, sondern auch die darüber liegende Wand mit erwärmen.

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 meineimmobilie.de-Tipp


Neben den Heizkörpern in den einzelnen Räumen ist natürlich auch die Heizungsanlage an sich sehr wichtig. Alte Kessel sollten ausgetauscht werden, denn sie verbrauchen zu viel Energie. Moderne Niedrigtemperatur- oder besser noch Brennwertkessel sorgen dagegen für sparsames und energieeffizientes Heizen.