Montag, 15.10.2012 | Autor: Heidi Hecht , Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007

EEG-Umlage treibt Strompreise in die Höhe

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007
Worum geht´s
  • EEG-Umlage steigert Stromkosten
  • Netzentgelte werden ebenfalls angehoben
  • Stromkostensteigerung um rund elf Prozent

Die Strompreiserhöhungen nehmen kein Ende: Für das Jahr 2013 wird mit einer Erhöhung der EEG-Umlage gerechnet. Demnach würde sich der Strompreis für Immobilieneigentümer um sieben Prozent verteuern.

Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa wird die EEG-Umlage für das Jahr 2013 bei 5,27 Cent pro Kilowattstunde liegen. Die Erhöhung würde somit die Strompreise um mindestens sieben Prozent verteuern, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Strompreis-Vergleichsportals Verivox.de. Für einen Musterhaushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden fallen dann statt 997 Euro künftig 1.070 Euro Stromkosten an.

Weitere Stromkostensteigerungen absehbar

Neben der EEG-Umlage werden voraussichtlich noch weitere Preisbestandteile angehoben. Die Netzentgelte könnten laut einer Prognose der Bundesnetzagentur um rund fünf Prozent ansteigen. Die neue Umlage nach Paragraf 19 NEV, mit der die Netzentgeltbefreiungen für stromintensive Betriebe auf die restlichen Verbraucher umgelegt werden, könnte laut Bundesnetzagentur von 0,151 Cent pro Kilowattstunde auf 0,45 Cent pro Kilowattstunde ansteigen. Treffen diese Prognosen ein, würden die Strompreise um rund 11 Prozent ansteigen, was einer jährlichen Mehrbelastung von 107 Euro entspricht.

Stromkosten sparen mit Anbietervergleich

„Eine Preissteigerung von 11 Prozent wäre die stärkste Erhöhung in den letzten zehn Jahren“, sagt Dagmar Ginzel, Energieexpertin bei Verivox. „Die Strompreise steigen jedes Jahr, doch normalerweise bewegen sich die Erhöhungen im einstelligen Prozentbereich.“ Viele Stromanbieter werden die Erhöhung der Abgaben an ihre Kunden direkt weitergeben. Diese haben in diesem Fall jedoch ein Sonderkündigungsrecht. „Wer eine solche Preiserhöhungsnachricht erhält, sollte die Gelegenheit nutzen, die Strompreise zu vergleichen und sich nach einem günstigeren Anbieter umschauen. Durch einen Anbieterwechsel lassen sich durchschnittlich 370 Euro sparen. Dadurch lassen sich die Preiserhöhungen umgehen“, so Ginzel.

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