Donnerstag, 31.01.2013 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2008

Analyse von Stromanbieterwechsel

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2008
Worum geht´s
  • Stromanbieter-Wechselintensität schwankt nach Bundesland
  • Gründe für geringe Stromanbieter-Wechselintensität sind Zufriedenheit mit aktuellen Versorger, der vermutete Aufwand beim Wechsel oder die Furcht vor unseriösen Anbietern

Zu Beginn der zweiten Jahreshälfte 2012 haben die ersten Energieversorger in Deutschland die Preiserhöhungswelle eingeläutet. Für Immobilieneigentümer ein triftiger Grund den Stromanbieter zu wechseln, doch trotz steigernder Strompreise schwankt die Intensität beim Stromanbieterwechsel.

Die Strompreise steigen erneut. Dies nahm sich das Stromvergleichsportal Verivox.de zum Anlass und analysierte die Anzahl der Stromanbieterwechsel im zweiten Halbjahr 2012 nach Bundesländern. Das Ergebnis: Trotz steigernder Strompreise schwankt die Wechselintensität je nach Bundesland. Während beispielsweise in Hessen am häufigsten gewechselt wird, herrscht im Saarland ein geringes Wechselaufkommen.

Stromanbieterwechsel-Intensität schwankt

Um die Unterschiede zwischen den Bundesländern deutlich zu machen, wurde der bundesdeutsche Durchschnitt als Basiswert (100) herangezogen. Das höchste Wechselaufkommen hat Hessen (123), gefolgt von Rheinland-Pfalz (118) und Brandenburg (114). Am wenigsten gewechselt wurde im Saarland (73), in Bremen (76) und in Sachsen-Anhalt (78). „Dass in Hessen häufig gewechselt wird, ist nicht verwunderlich: Das Sparpotenzial ist beträchtlich. Der Wechsel von der Grundversorgung zum günstigsten verfügbaren Tarif spart hier durchschnittlich 448 Euro ein“, sagt Jan Lengerke, Mitglied der Geschäftsleitung bei Verivox.

Doch nur mit dem Preis lassen sich die Unterschiede zwischen den Bundesländern nicht erklären. In Thüringen kann mit 461 Euro noch mehr eingespart werden, beim Wechselaufkommen liegt das Bundesland dennoch im hinteren Mittelfeld. Und auch im Saarland kann eine hohe Einsparung von durchschnittlich 392 Euro erzielt werden. Doch das Bundesland zeigt das geringste Wechselaufkommen. Der Grund: Die beiden größten Grundversorger energis und Energie SaarLorLux, die über die Hälfte der Haushalte im Saarland versorgen, haben ihre Preise in dieser Zeit nicht oder nur geringfügig erhöht.

Gründe für geringe Stromanbieterwechsel-Intensität

Gründe gegen den Stromanbieterwechsel sind häufig die Zufriedenheit mit dem Service des aktuellen Versorgers, der vermutete Aufwand beim Wechsel oder die Furcht vor unseriösen Anbietern. Das hat eine aktuelle Umfrage der Unternehmensberatung Putz & Partner ergeben. „Teilweise wissen diese Kunden noch nicht, dass der Wechsel über das Internet einfach und bequem möglich ist und unsere Vergleichsrechner mit voreingestellten Tarifempfehlungen insbesondere sichere und unkomplizierte Tarife darstellen“, stellt Jan Lengerke fest.

Kommentare (0)

Kommentieren, ergänzen Sie jetzt den Artikel oder geben Sie dem Autor Feedback. Einfach anmelden und losschreiben.
Die Strompreise steigen seit Jahren stetig und ein Ende ist auch nicht in Sicht. Mit einem Stromanbieterwechsel können Immobilieneigentümer gegen hohe Strompreise ankämpfen. Ein Quiz zum richtigen Wechsel des Stromanbieters.
News: Zu Jahresbeginn haben viele Stromanbieter in Deutschland ihre Preise erhöht. Für Hausbesitzer und Vermieter könnte das ein Anlass sein, ihren Stromtarif zu überprüfen und gegebenenfalls zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln.

 meineimmobilie.de-Tipp

Als Vermieter sind Sie nicht dazu verpflichtet, den günstigsten Stromtarif für die Versorgung Ihrer Immobilie zu wählen. Doch im Interesse Ihrer Mieter sollten Sie die Preise vergleichen und gegebenenfalls auch den Anbieter wechseln.