Montag, 14.09.2015 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007

Wohneigentum: Mietfrei heißt nicht gleich kostenfrei

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007
Worum geht´s
  • Mit welchen Folgekosten Immobilienkäufer rechnen müssen
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Wohin mit dem gesparten Geld? Der Trend geht zum Kaufen statt Mieten - und bei dem derzeitigen Niedrigzins fürs Sparen nimmt er immer mehr zu.

Doch solch eine große Investition sollte gründlich bedacht werden, denn schließlich geht es ja nicht nur um den Kaufpreis und die monatlichen Finanzierungskosten, die aufgebracht werden müssen. Zusätzlich kommen noch eine Reihe von weiteren Folgekosten dazu, die oftmals nicht einkalkuliert sind und den Käufer häufig böse überraschen.

  

Grundsteuer, Instandhaltungskosten oder Nebenkosten: Wer sein Geld in eine Eigentumswohnung investiert, muss auch an die Folgekosten denken, mit denen man sich als Mieter oft nicht befasst hat.

Welche Folgekosten das sind, stellt die Interhyp AG in einer aktuellen Pressemitteilung vor.

Grundsteuer: Kalkulieren Sie diese Kosten mit ein

Haus- und Wohnungseigentümer in Deutschland müssen jährlich Grundsteuern zahlen, die je nach Gemeinde und Stadt unterschiedlich ausfallen.

Denn die Kommunen können in ihren Satzungen selbst festlegen, mit welchem Hebesatz sie den sogenannten Grundsteuermessbetrag multiplizieren. Dabei reicht die Bandbreite der Hebesätze beispielsweise von 80 Prozent in Ingelheim am Rhein bis 810 Prozent in Berlin.

Instandhaltungsrücklage für die Immobilie aufbauen

Für den Werterhalt der eigenen Immobilie ist es wichtig, immer wieder zu investieren. Die Heizung, Wärme- und Schallisolierung oder auch das Dach sind klassische Beispiele dafür, wo eine Modernisierung auf den neuesten Standard notwendig werden kann.

Um dann nicht von den großen Kosten überrascht zu werden, sollten Sie eine sogenannte Instandhaltungsrücklage bilden.

Wer als Wohnungseigentümer in einer Wohnungseigentümergemeinschaft lebt, muss in aller Regel jeden Monat Wohngeld zahlen.

Instandhaltung: Wieviel Sie pro Monat zurücklegen sollten

Als Wohnungs- oder Hauseigentümer sollten Sie schon von sich aus eigenständig entsprechende Rücklagen bilden. Hier gilt die Faustregel: Mindestens zwei Euro monatlich pro Quadratmeter Wohnfläche zurücklegen. Das rät Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG.

Was Eigenheimbesitzer statt Wohngeld zahlen

Als Eigennutzer müssen Sie die laufenden Betriebskosten realistisch einkalkulieren. Wer in einer Eigentümergemeinschaft lebt, zahlt für Abwasser, Hausmeister, Müllabfuhr und Co. ein monatliches Wohngeld.

Damit sind meist schon Aufwendungen für Gartenpflege, Liftwartung und sonstige Gemeinschaftseinrichtungen abgegolten. Das Wohngeld kann je nach Ausstattung und Größe der Wohnungseigentümergemeinschaft stark variieren.

Für Hauseigentümer gilt auch hier: Die Betriebskosten müssen Sie direkt mit den zuständigen Anbietern abrechnen.

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Sie kaufen ein Haus. Beim ersten Regen tropft es durchs Dach und beim ersten Wind zieht es wie Hechtsuppe durch die Dachgeschosswohnung. Na toll! Was jetzt? Erst mal schauen, was der Kaufvertrag sagt. Bei privaten Hauskaufverträgen wird normalerweise die Gewährleistung des Verkäufers für Mängel ausgeschlossen. Der Verkäufer haftet in der Regel dann nur noch bei arglistiger Täuschung des Käufers. Doch nicht alle Kaufverträge sehen das so eng: In manchen wird durch eine vertragliche Vereinbarung sogar die Haftung des Verkäufers erweitert. 
Ob Steuern oder Abgaben, Versicherung oder Immobilienfinanzierung: Beim Hauskauf drehen sich viele Dinge ums Geld. Und davon sollten Immobilienbesitzer reichlich im Portemonnaie haben, damit das Abenteuer Hauskauf finanziell betrachtet eine sichere Investition mit kalkulierbaren Kosten ist. Sichern Sie sich also ab: Hier lesen Sie viele journalistisch-unabhängige Ratgebertexte zum Thema.
Der Käufer einer Immobilie zahlt nicht nur den Kaufpreis, sondern auch noch eine Menge Nebenkosten wie Gebühren für Makler, Notar oder Grundbucheintrag. Für den Käufer ist es wichtig, diese Kosten vorab miteinzukalkulieren - und zu wissen, an welchen Stellen es noch Verhandlungsspielraum gibt.

 meineimmobilie.de-Tipp

Wenn Sie eine Eigentumswohnung kaufen, um sie zu vermieten, müssen Sie bei der Finanzierung darauf achten, dass Sie die laufenden Kosten decken können.

 

Eine genaue Kalkulation aller Einnahmen und Ausgaben ist äußerst wichtig, damit Sie sich finanziell nicht verzetteln.