Freitag, 21.11.2008 | Autor: heihec

Stärkung der Immobilienwirtschaft durch Europäische Zentralbank

News: Auf dem deutschen Vermietungsmarkt zeigten sich die Auswirkungen der Finanzkrise kaum, doch Schwierigkeiten sind zu spüren. Toplagen sind aber weniger stark betroffen, so ein Ergebnis des King Sturge-Immobilienklimas.

"Die skeptische Stimmung der Experten äußert sich in dem starken Rückgang des Investitionsvolumens", sagt Sascha Hettrich, Managing Partner von King Sturge Deutschland. "Im ersten Halbjahr 2008 sank es mit 17,9 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 40 Prozent." Aufgrund der schwierigen Finanzierungssituation in der zweiten Jahreshälfte des Vorjahres gingen die Transaktionen immer weiter zurück. Der daraus resultierende Preisdruck betrifft jedoch weniger stark die hochwertigen Immobilien in Top-Lagen.

Positive Impulse durch Zinssenkung und Rettungspaket

Angesichts der wachsenden Inflationsgefahren stiegen die Zinsen auf den Finanzmärkten bis Mitte 2008. Und da sich die Finanzkrise bereits auf die Realwirtschaft auswirkt, senkte die EZB Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen um 50 Basispunkte und im November erneut um 50 Basispunkte auf jetzt 3,25 Prozent, um den Markt zu stärken. "Das sinkende Zinsniveau erhöht insbesondere für stark eigen-kapitalorientierte Investoren die Attraktivität von Investitionen in relativ wertstabile deutsche Gewerbeimmobilien, die über solide Kapitalrückflüsse in Form von Mieteinnahmen verfügen", so Hettrich.

Auf diese Weise könnten die Transaktionsmärkte stimuliert und der Preisdruck gemildert werden. "Die ersten positiven Wirkungen der staatlichen Rettungspakete und die bereits realisierten Zinssenkungen sollten durch weitere Zinssenkungen flankiert werden, um die positiven Impulse für Wirtschaft und Finanzmarkt zu verstärken", fordert Hettrich weiter.

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