Montag, 15.12.2008 | Autor: heihec, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007

Schneller ins schuldenfreie Eigenheim

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007
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News: Neben Bank- und Fondssparplänen sowie Rentenversicherungen werden jetzt vor allem auch zertifizierte Immobiliendarlehen und Bausparverträge gefördert. Allerdings gilt das nur, wenn die Immobilie nach 2007 angeschafft oder fertiggestellt wurde.

"Die neue staatliche Förderung kann dazu beitragen, dass wieder mehr Verbraucher den Mut fassen, sich eigene vier Wände zu bauen", vermutet Andrea Hoffmann, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. Allerdings ist es nicht einfach zu erkennen, mit welchem staatlich geförderten Vertrag die Baufinanzierung optimal gestaltet werden kann. Deshalb sollten sich Verbraucher vorab in aller Ruhe über den so genannten "Wohn-Riester" informieren.

"Aus unserer Sicht sind für Bauherren insbesondere die Riesterdarlehen von Interesse", schätzt Hoffmann ein. Die Zulagen fließen hier in die Tilgung des Kredites ein, sodass der Bauherr Zinsen spart und den Kredit schnell zurückzahlen kann. Allerdings bieten bis jetzt nur wenige Banken diese Darlehen an.

Förderfähige Riesterbausparverträg

Riesterbausparverträge hingegen bieten schon mehrere Bausparkassen an. Im Gegensatz zum klassischen Bausparverträgen wird hier die Abschlussgebühr auf mindestens fünf Jahre verteilt. Förderfähig sind hierbei sowohl die Einzahlungen in der Ansparphase als auch die späteren Tilgungsleistungen, wenn das Darlehen entsprechend den Fördervorrausetzungen zur Finanzierung selbst genutzten Wohnraums eingesetzt wird.

Bauspar-Sofortfinanzierungen und andere Kombinationsfinanzierungen - bei denen zunächst nur Zinsen, aber keine Tilgungen geleistet werden - sind ebenfalls in die Förderung einbezogen. "Diese Form der Baufinanzierung ist jedoch regelmäßig teurer", bewertet Hoffmann.

Wer erst in einigen Jahren sein Hausvorhaben umsetzen und bis dahin noch Eigenkapital bilden will, kann ebenfalls auf Riester bauen. In diesen Fällen kann auch ein klassischer Riestervertrag, also beispielsweise ein Banksparplan, genutzt werden. Das in diesem Vertrag gebildete Kapital kann dann vollständig und ohne die bisherige Rückzahlungspflicht entnommen und als Eigenkapital für die Baufinanzierung verwendet werden. Das hat den positiven Effekt, dass eine niedrigere Darlehensaufnahme nötig ist.

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 meineimmobilie.de-Tipp


Lassen Sie sich als (zukünftiger) Immobilienbesitzer in keinem Fall von der derzeit massiv vorgetragenen Reklame für Riester-Bausparverträge blenden: Warten Sie lieber in Ruhe die Entwicklung ab und setzten Sie im Zweifel lieber auf schon länger etablierte Riester-Sparformen wie dem Banksparplan und die Entnahme im Falle eines Hausbaus oder -kaufs.