Mittwoch, 14.03.2012 | Autor: heihec

Preisberuhigung am Immobilienmarkt

Worum geht´s
  • Preise für Wohneigentum stagniert
  • Mietsteigerungen in Universitätsstädten

Die Preise für Wohneigentum beruhigen sich allmählich. Mit steigenden Preisen für Immobilien ist derzeit nicht zu rechnen. Doch bei der Betrachtung einzelner Städte und Regionen zeigen sich deutliche Unterschiede mit teils hoher Preisdynamik.

Die Euphorie auf dem deutschen Immobilienmarkt hat sich merklich abgeschwächt. Weder die Preise für Eigenheime und Eigentumswohnungen noch die Wohnungsmieten steigen im bundesweiten Durchschnitt aktuell weiter an. Doch die regionale Preisentwicklung differenziert sich weiter. Dies geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des F+B-Wohn-Index hervor.

Preisanstieg bei Immobilien in Großstädten

Der F+B-Wohn-Index Deutschland bestätigt einen generellen Preisanstieg bei Immobilien in den größeren Städten, bei Betrachtung des Gesamtmarkts relativiert sich diese Beobachtung allerdings wieder. „Bei der Analyse von Immobilienarten sehen wir große Unterschiede: Eigentumswohnungen verteuern sich im Schnitt um 2,9 Prozent im Jahresvergleich, Eigenheime hingegen werden sogar um 0,1 Prozent günstiger“, so Dr. Leutner, Geschäftsführer von F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH. Der Preisanstieg bei Eigentumswohnungen spiegelt einen Trend zur Kapitalanlage in Immobilien wider, der aber keine Rückschlüsse auf den Gesamtmarkt erlaubt.

Bayern führt  im Preis für Eigentumswohnungen

Die höchsten Eigentumswohnungspreise sind in München mit im Schnitt 3.720 Euro pro Quadratmeter und in einer Reihe von Gemeinden des Münchener Umlandes aufzubringen. Auf den Plätzen 1 bis 9 rangieren ebenfalls Städte im süddeutschen Raum. Erst auf Rang 10 liegt Hamburg mit durchschnittlichen Preisen von 2.560 Euro pro Quadratmeter.

Bei den Städten über 25.000 Einwohnern zeigen sich am unteren Ende der Preisskala kaum Änderungen der Rangplätze: In Gera, Köthen (Anhalt) und Weißenfels liegen die Preise für Eigentumswohnungen bei unter 720 Euro pro Quadratmeter. Die Preise haben dort, außer in Köthen, im letzten Jahr noch einmal nachgegeben.

Steigende Mieten in Universitätsstädten

Bei den Neuvermietungsmieten toppt München mit durchschnittlichen Marktmieten von zwölf Euro pro Quadratmeter für zehn Jahre alte 75-Quadratmeter-Wohnungen alle anderen deutschen Städte. Während die Neuvermietungsmieten in den Großstädten stagnieren oder nur leicht steigen, werden überdurchschnittliche Anstiege in den Umlandgemeinden Stuttgarts, Hamburgs und Frankfurts registriert. Ganz oben bei den Mieten und beim Mietenanstieg liegen aber auch die Universitätsstädte wie Heidelberg, Tübingen, Regensburg, Aachen und Münster.

Kommentare (0)

Kommentieren, ergänzen Sie jetzt den Artikel oder geben Sie dem Autor Feedback. Einfach anmelden und losschreiben.

 meineimmobilie.de-Tipp

Wer sein Geld in eine Immobilie investieren möchte, sollte vorher ein paar Grundentscheidungen treffen. Dazu gehört die richtige Wahl des Objekts nach Faktoren wie Lage, Preis und Vermietbarkeit.