Freitag, 30.05.2008 | Autor: heihec, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2008

Keine gravierende Leitzinsänderung erwartet

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2008
News: Die Zinsprognose Pressekonferenz des Bundesverband Öffentliche Banken (VÖB) fand zum 26. Mal in Frankfurt statt. Auf der Tagesordnung stand die Prognose für die Entwicklungen der 10-jährigen Bundesanleihen und des Euro-Dollar-Kurses.

Die Volkswirte der an der VÖB-Zinsprognose-Pressekonferenz beteiligten Banken rechnen im Laufe der nächsten Monate mit der Abarbeitung der Kreditkrise. Insbesondere die frühzeitige Reaktion der Notenbanken habe die negativen konjunkturellen Auswirkungen der Krise begrenzt. Die konjunkturelle Entwicklung in Euroland werde sich bei etwas geringeren Wachstumsraten einpendeln.

Die Experten sehen vor allem im hohen Ölpreis eine anhaltende Belastung für die wirtschaftliche Erholung. Insbesondere die sich hieraus ergebenden Zweitrundeneffekte würden die Europäische Zentralbank zu weiterer Wachsamkeit verpflichten. Eine erneute Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank sehen die Experten allerdings, vor allem mit Blick auf die Inflations- und Geldmengenentwicklung, nicht.

Prognose für die Entwicklungen der Bundesanleihen

An der halbjährlichen VÖB-Zinsprognose beteiligen sich die DekaBank, die DZ Bank, die Landesbank Hessen-Thüringen, die HSH Nordbank, die NORD/LB, die WestLB und der VÖB. Die Volkswirte sagen auf sechs Monate einen Euro-Dollar-Kurs zwischen 1,45 bis 1,58 voraus.

Die Prognose für das 10-jährige Bundesanleihen für die nächsten zwei Monate liegt zwischen 4,00 und 4,30 Prozent und die Werte für die nächsten 6 Monaten liegen zwischen 4,10 und 4,40 Prozent. Die nächste Zinsprognose-Pressekonferenz mit Überprüfung der heute vorhergesagten Ergebnisse findet im November 2008 in Frankfurt am Main statt.

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