Montag, 08.12.2008 | Autor: heihec, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006

Immobilienkonjunktur-Index: Rasante Talfahrt ist noch nicht zu Ende

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006
News: Das Stimmungstief auf dem Immobilienmarkt setzt sich unvermindert fort. Nach Angaben des King Sturge Immobilienkonjunktur-Index verliert das Immobilienklima in den letzten fünf Monaten 50 Zählerpunkte und auch bei der Immobilienkonjunktur herrsche ein starker Abschwung.

"Es braucht keinen Blick in die Glaskugel, um festzustellen, dass das Jahr 2008 insoweit gelaufen ist. Mit nennenswerten Deals, geschweige denn größeren Transaktionen, ist wohl kaum mehr zu rechnen. Auch liegen viele Immobilienprojekte auf Eis oder wurden ganz abgesagt", konstatiert Sascha Hettrich, Managing Partner von King Sturge Deutschland.

Wie der monatlich erhobene King Sturge Immobilienkonjunktur-Index zeigt, sank das umfragebasierte Immobilienklima von 55,4 Zählerpunkten im Vormonat auf den aktuellen Tiefpunkt von 48,2 Punkten. Bei der Betrachtung der Jahresentwicklung fällt die Rasanz des Abwärtstrends auf: In nur fünf Monaten sank die Stimmung um 50 Zählerpunkte. Die pessimistische Markteinschätzung reflektiert den Abschwung der Immobilienkonjunktur, die im Vormonat noch bei 150,7 Punkten lag und nun auf 136,7 Punkte abfiel.

Düstere Stimmung beim Immobilienklima

Die düstere Stimmung beim Immobilienklima beruht vor allem auf dem niedrigen Investmentklima. Der Indikator für Investitions- und Kaufentscheidungen erreicht mit 35,7 Punkten einen neuen Tiefstand (Vormonat: 41,3 Punkte). Dies bedeutet, dass derzeit keine nennenswerten Transaktionen stattfinden.

Das Ertragsklima, der zweite Teilindikator des Immobilienklimas, verhält sich mit aktuell 61,4 Zählerpunkten im Vergleich zu 70,4 Zählern im Oktober relativ stabil. Allerdings erwarten die Marktteilnehmer auch hier Rückgänge der Miet- und Ertragsentwicklung. Angesichts des starken Abschwungs der Immobilienkonjunktur ist zudem auch ein schwacher Jahresauftakt 2009 zu erwarten.

"Dennoch gibt es auch Lichtblicke", sagt Hettrich. "So sieht das Anfang November beschlossene Konjunkturprogramm zusätzliche Investitionen in Infrastruktur und Gebäudesanierung vor. Für die Bau- und Immobilienwirtschaft ist das ein positives Signal", so Rettich weiter. "Allerdings könnte es ebenso bedeuten, dass es in der Wirkung kaum mehr als einen Tropfen auf den heißen Stein bedeutet."

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