Donnerstag, 27.12.2012 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2008

Bausparverträge: Miese Tricks der Bausparkassen

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2008
Worum geht´s
  • Bausparkassen versuchen Kunden mit miesen Tricks alte Bausparverträge auszureden
Stichworte zu diesem Thema

Bausparkassen versuchen mit allen Tricks, Kunden aus alten, gut verzinsten Bausparverträgen heraus zu drängen. Betroffene sollten die Tricks der Anbieter abwehren, denn die oftmals mit vier bis fünf Prozent verzinsten Altverträge sind heute eine attraktive Geldanlage.

Alte Bausparverträge mit vier bis fünf Prozent Verzinsung gelten als attraktive Geldanlage, doch gerade diese Bausparverträge wollen immer mehr Bausparkassen mit miesen Tricks los werden. Die Stiftung Warentest gibt in der Januar Ausgabe der Zeitschrift Finanztest Tipps zur Abwehr der Tricks.

Bausparvertrag-Summe nicht überschreiten

Die sicherste Methode ist laut Finanztest, nur bis zu 85 Prozent der Bausparsumme anzusparen und weitere Einzahlungen dann zu stoppen. Dann können für das angesparte Geld noch jahrelang Zinszahlungen eingehen, ohne dass die Bausparkasse den Bausparvertrag beenden kann. Denn erst wenn die Bausparsumme überschritten ist, haben Bausparkassen nach Ansicht von Gerichten die Möglichkeit, den Bausparvertrag zu kündigen.

Die Bausparkassen und ihre Tricks

Einige Bausparkassen wie Wüstenrot versuchen, Kunden deutlich früher aus dem Bausparvertrag zu drängen. Wer nicht aufpasst, verliert nicht nur eine attraktive Geldanlage, sondern auch die Bonuszinsen und bekommt Abschlussgebühren nicht zurück. Andere Bausparkassen wie die BHW verlangen von ihren Kunden, dass sie auf ein Darlehen verzichten, um die Bonuszinsen zu erhalten. Dies ist aber nur möglich, solange die Bausparsumme noch nicht erreicht ist. BHW-Kunden müssen daher nicht nur den Kontostand im Blick haben, sondern unbedingt auch eine Verzichtserklärung abgeben.

Kommentare (0)

Kommentieren, ergänzen Sie jetzt den Artikel oder geben Sie dem Autor Feedback. Einfach anmelden und losschreiben.
News: Der Bausparvertrag gehört zu der beliebtesten Geldanlage der Deutschen. Erst wird gespart und anschließend gebaut. Wer seinen Bausparvertrag allerdings nicht selbst für Wohnungseigentum einsetzen will, kann den Anspruch auf das zinsfeste Darlehen an einen Angehörigen weitergeben.
Die Gebühren im Zusammenhang mit einer Geldanlage können Sie seit Einführung der Abgeltungsteuer 2009 nicht mehr als Werbungskosten absetzen. Zumindest nicht bei den Einkünften aus Kapitalvermögen. Das gilt im Prinzip auch für die Abschlussgebühren von Bausparverträgen. Trotzdem sollten Sie sich nicht so schnell geschlagen geben. Denn für Vermieter sieht die Sache wieder anders aus.
News: Wer noch bis zum Jahresende einen Bausparvertrag abschließt und mindestens sieben Jahre spart, bekommt die Wohnungsbauprämie vom Staat. Banken versprechen dabei oft eine Rendite von bis zu fünf Prozent. Finanztest nahm diese Angebote unter die Lupe.

 meineimmobilie.de-Tipp

Bauspardarlehen in ihrer klassischen Variante sind lang etablierte Darlehensformen, die viele Vorteile, aber auch einige Nachteile besitzen. Sofern Sie sowieso über einen Bausparvertrag verfügen, ist es natürlich auch sehr sinnvoll, diesen zur Baufinanzierung einzusetzen. Auf die "vorfinanzierte" Variante - zu dem neben dem Sofortdarlehen auch das Konstantmodell gehört - sollten Sie aber lieber verzichten.