Dienstag, 18.01.2011 | Autor: heihec

Wohnwünsche fürs Alter

News: Altersgerechte Wohnungen sind in Deutschland noch immer Mangelware. Dabei werden diese aufgrund der zunehmend älter werdenden Gesellschaft innerhalb Deutschlands immer wichtiger. Vermieter sollten jetzt in altersgerechtes Wohnen investieren und einige Wohnwünsche der Senioren beachten.

Eine gute Infrastruktur, ambulante Hilfe oder ein barrierearmer Zugang zur Wohnung: Die Ansprüche an die altersgerechte Wohnung sind hoch. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage unter deutschen Mietern und Eigentümern ab 50 Jahren im Auftrag des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. (BFW).

Altersgerechtes Wohnen bevorzugt

Wenn es um die bevorzugte Wohnform im Alter von 70 Jahren und älter geht, sind sich Mieter und Eigentümer einig: Zwei Drittel der Befragten bevorzugen ein eigenständiges Leben in einer gewöhnlichen Wohnung oder im Haus. 57 Prozent der Befragten würden jedoch nicht auf ein zusätzliches Hilfsangebot verzichten wollen. Nur ein Drittel möchte zwecks altersgerechtem Wohnen umziehen. Jeder zweite Befragte würde stattdessen lieber die Wohnung oder das Haus umbauen.

Ansprüche an altersgerechtes Wohnen

Wichtig für ein selbstständiges Leben im Alter ist die Möglichkeit, Hilfen im Haushalt und bei der Pflege in Anspruch nehmen zu können und Geschäfte, Ärzte und öffentliche Verkehrsmittel in unmittelbarerer Nähe. 84 Prozent stufen den Einbau von altersgerechten Techniken und Kommunikationsmitteln wie Hausnotruf oder Kommunikation mit Ärzten und Pflegern als wichtig ein.

Ein barrierearmer Zugang zur Wohnung beispielsweise durch weniger Treppen oder den Einbau eines Fahrstuhls und bauliche Anpassungen in der Wohnung wie eine bodengleiche Dusche sind weitere wichtige Voraussetzungen. Auch Sicherheitsmaßnahmen wie eine Gegensprech- oder Alarmanlage spielen für 72 Prozent eine bedeutende Rolle - gerade Frauen fühlen sich damit wohler.

Mehr Förderung für das altersgerechte Wohnen

Im Schnitt können die Befragten für Serviceleistungen oder altersgerechte bauliche Veränderungen nur 280 Euro monatlich aufbringen. Damit es aber in Zukunft mehr altersgerechten und bezahlbaren Wohnraum für die ältere Gesellschaft gibt, fordern Verbändebündnisse die Politik auf, dringend mehr Anreize für solche Investitionen zu schaffen.

So verlangt der BFW die Fortführung des KfW-Programmes "Altersgerecht umbauen" auch nach 2011 sowie eine Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen für den altersgerechten Umbau und den Neubau.

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 meineimmobilie.de-Tipp


Auch junge Bauherren sollten bereits ans Alter denken und bei der Planung fürs neue Haus auf Barrieren verzichten. Wer schon ein Haus hat, das altersgerecht umgebaut werden muss, kann dafür staatliche Förderung erhalten.