Freitag, 04.06.2010 | Autor: mb

Solarförderung auf dem Prüfstand

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News: Die schwarz-gelbe Regierungskoalition will eine Kürzung der staatlichen Solarförderung durchsetzen. Der Bundestag hat der Gesetzesänderung bereits zugestimmt, nun entscheidet der Bundesrat. Der Eigentümerschutzverband Haus & Grund sieht die Subventionen als Grund für die hohen Strompreise und die steigenden Wohnnebenkosten.

Der Bundestag hat kürzlich die Kürzung der staatlichen Solarförderung beschlossen. Nun entscheidet der Bundesrat. Die Eigentümerschutzgemeinschaft Haus & Grund begrüßt die geplante Kürzung, die im Rahmen einer Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes von Union und FDP im Bundestag durchgesetzt worden war. Haus & Grund sieht in der Kürzung der staatlichen Förderung bei neuen Solaranlagen einen wichtigen Schritt, um den "weiter steigenden Wohnnebenkosten entgegenzuwirken", wie es in einer Pressemitteilung des Verbands zum Thema Solarförderung heißt.

Höhere Strompreise wegen Subventionen

Die Eigentümerschutzgemeinschaft begründet ihre ablehnende Haltung zur Solarförderung mit den hohen Strompreisen für Verbraucher. Laut Haus & Grund sind die höheren Preise Resultat der staatlichen Subventionen für Solarstrom. Im vergangenen Jahr hätten die Verbraucher deshalb knapp zehn Milliarden Euro mehr für ihren Strom bezahlt.

Nach dem Willen der Regierung bekämen Anlagenbetreiber, die Solarstrom in das öffentliche Netz einspeisen, nach den neuen Plänen ab 2011 zwischen 30 und 34 Prozent weniger Subventionen. Auch Anlagenbetreiber, die den gewonnenen Solarstrom selbst verbrauchen, erhielten künftig eine gegenüber eingespeistem Strom deutlich reduzierte Vergütung. Entscheidend für die Vergütungshöhe ist das Datum der Inbetriebnahme der Anlage. Für Eigentümer, deren Anlagen noch vor dem 1. Juli 2010 in Betrieb genommen werden, wird sich nach Angaben von Haus & Grund nichts ändern.

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