Dienstag, 06.07.2010 | Autor: heihec

KfW verschärft Förderstandards für Wohneigentum

News: Die staatliche Förderbank KfW verschärfte zum 1. Juli ihre Förderstandards für das klimafreundliche Sanieren und Bauen und passt damit ihre Programme an die Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 an. Vermieter und Hausbesitzer tragen somit künftig dafür Sorge, dass der Jahres-Primärenergiebedarf von Neubauten und von bestehendem Wohneigentum die EnEV unterschreitet.

Zum 1. Juli verschärfte die KfW Bank ihre Förderstandards für das klimafreundliche Sanieren und Bauen. Demnach entfallen künftig die Stufen KfW-Effizienzhaus 130 im Programm "Energieeffizient Sanieren" und KfW-Effizienzhaus 85 im Programm "Energieeffizient Bauen" und werden der EnEV 2009 angepasst. Laut des Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) muss der Jahres-Primärenergiebedarf von Neubauten die EnEV um mindestens 30 Prozent und von bestehendem Wohneigentum um 20 Prozent unterschreiten.

Wohneigentum wird teurer

Frank Vierkötter, Stellvertretender Präsident des BFW, sieht die Verschärfung der Förderstandards kritisch: "Die Steigerung der Anforderungen wird die Baukosten weiter in die Höhe treiben. In der Konsequenz bedeutet dies, dass sich weniger Menschen Wohneigentum leisten können, da die Realeinkommen stagnieren oder zum Teil sogar sinken.
Gerade junge Familien mit Einkommen im unteren und mittleren Bereich, die sich vor fünf Jahren noch ihr eigenes Haus finanzieren konnten, werden künftig ihren Traum von den eigenen vier Wänden nicht mehr verwirklichen können." Vierkötter fordert neben der Vereinfachung von Wohn-Riester eine praxisgerechte Förderung, die vor allem junge Familien in die Lage versetzt, ein Eigenheim zu erwerben.

meineimmobilie.de-Tipp:

So wichtig und richtig die energetische Modernisierung ist und so wertvoll auch die Fördermittel sind: Übers Kreuz brechen sollten Sie diese dennoch nicht. Eine schludrige Planung hat schon häufiger beste Konditionen im Endergebnis zunichte gemacht.

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