Montag, 08.04.2013 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2008

Immobilienfinanzierung mit Förderung vom Staat

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2008
Worum geht´s
  • Wenige Immobilienbesitzer nutzen Förderung bei Immobilienfinanzierung
  • Grund: fehlende Informationen von Bankberatern

KfW-Darlehen, Wohn-Riester oder regionale Förderprogramme:  Auch bei den derzeit niedrigen Bauzinsen lohnt es sich für Kreditnehmer, Fördermittel in Anspruch zu nehmen.

Viele Immobilienkäufer finanzieren ihre Immobilie ohne Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen, die von der KfW-Bank und regionalen Förderprogrammen angeboten werden. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage des Immobilienportals ImmobilienScout24 hervor. Grund dafür: die fehlenden Informationen zu Fördermitteln von den Bankberatern.

Geförderte Immobilienfinanzierung

Die Mehrheit der befragten Immobilienkäufer (77 Prozent) erwarb die Wohnung oder das Haus zur Eigennutzung. Der Darlehensbedarf dafür lag bei 85 Prozent zwischen 50.000 und 300.000 Euro. Diese Summe finanzieren die Meisten ohne Zuschüsse oder geförderte Darlehen: Nur 41 Prozent gaben an, ihre Finanzierung mit einer Förderung kombiniert zu haben. Grund für die nicht Inanspruchnahme der Förderung sei die nicht Erfüllung der Förderkriterien.

Doch ein Fünftel beklagt fehlende Informationen durch die Bank oder den Finanzberater. Weitere 27 Prozent entschieden sich bewusst gegen eine Förderung. „Der Aufbau einer optimalen Baufinanzierung ist ein sehr komplexes und beratungsintensives Thema“, erläutert Ralf Weitz, Geschäftsleiter für den Bereich Baufinanzierung bei ImmobilienScout24. „Vermittler und Banken sind in der Pflicht, jedes Finanzierungsvorhaben hinsichtlich möglicher Förderungen zu prüfen. Denn hier lässt sich für den Immobilienkäufer bares Geld sparen.“

Beliebte Förderungen zur Immobilienfinanzierung

Von den Immobilienkäufern, die eine Förderung in Anspruch nahmen, nutzten knapp drei Viertel (72 Prozent) ein KfW-Darlehen, weitere 18 Prozent Wohn-Riester und lediglich 8 Prozent profitierten von einem regionalen Förderprogramm. Auffällig bei der Immobilienfinanzierung sei des Weiteren, dass Immobilienkäufer sich langfristig das momentane Zinsniveau sichern. 37 Prozent der Befragten der aktuellen Studie wählten eine Zinsbindung von 15 bis 20 Jahren.

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Bevor Sie einen Darlehensvertrag bei einem Baugeldfinanzierer abschließen, sollten Sie auf jeden Fall mehrere Angebote miteinander vergleichen. Doch Vorsicht: Nicht immer ist das Angebot, das auf den ersten Blick am günstigsten erscheint, auch tatsächlich das Beste. Lassen Sie sich bei einer Verbraucherzentrale in Ihrer Nähe unabhängig und konkret beraten, bevor Sie sich entscheiden.