Förderung des altersgerechten Umbaus auf Kippe

Obwohl die Nachfrage nach altersgerechtem Wohnraum mittelfristig steigen soll, plant die Bundesregierung still und leise den Entzug des KfW-Förderprogramms "Altersgerecht Umbauen" ab 2012. Der Verband Wohneigentum sieht dies kritisch: Ohne dieses sinnvolle Förderinstrument stehe der deutsche Wohnungsmarkt schon bald vor einem großen Problem, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Verbandes.
Steigende Nachfrage nach altersgerechtem Wohnraum
Noch im Mai 2011 veröffentlichte das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) eine Studie zum Thema "Wohnen im Alter", die darauf hinwies, dass die Nachfrage nach altersgerechtem Wohnraum mittelfristig steigen werde. Demnach besteht bereits heute bei rund 83 Prozent der aktuell 11 Millionen Seniorenhaushalte erheblicher Anpassungsbedarf des Wohnraums. In der Studie fordert das BMVBS sogar explizit, das KfW-Programm "Altersgerecht Umbauen" über das 2011 hinaus weiterzuführen. Eine Kombination mit den Förderungen zur energetischen Sanierung wäre zudem sehr sinnvoll.
Daher ist es für den Verband Wohneigentum unverständlich, nun - nur zwei Monate nach Veröffentlichung der Studie - die Streichung der Fördermittel für den altersgerechten Umbau ab 2012 im Kabinett zu beschließen. Der Verband fordert die Bundesregierung dringend auf, das KfW-Programm "Altersgerecht Umbauen" weiter zu führen und den Empfehlungen der Studie "Wohnen im Alter" zu folgen.
meineimmobilie-Tipp
Wenn Sie einen barrierefreien Umbau Ihrer Immobilie planen, können Sie sich an Sozialverbände wie das Rote Kreuz wenden. Dort gibt es Beratungsangebote für altersgerechtes Wohnen.
