Freitag, 27.06.2008 | Autor: heihec/mb

Bundestag verabschiedet Eigenheimrentengesetz

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News: Der Bundesrat hat entschieden, dass das Eigenheimrentengesetz rückwirkend zum 1. Januar 2008 in Kraft tritt. Somit wird die selbst genutzte Immobilie in die Altersvorsorge eingezogen aber auch der Erwerb von Genossenschaftsanteilen wird gefördert. Voraussetzung für die Förderung ist, dass das Haus oder die Wohnung selbst genutzt wird.

"Mit der Verabschiedung des Eigenheimrentengesetzes durch den Bundestag ist die Große Koalition endlich ihrem Versprechen aus dem Koalitionsvertrag gefolgt, die Immobilie diskriminierungsfrei in die staatlich geförderte Altersvorsorge einzubeziehen", erklärte Lutz Freitag, Vorsitzender der Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI).

Eigenheimrentengesetz und die zwei wichtige Regelungen

Wer einen Riestervertrag anspart, soll dieses Geld künftig auch vollständig für den Kauf oder die Entschuldung des Eigenheims nutzen können, so das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Wohneigentum wird somit zu einem Teil der Altersvorsorge und kann über die Riesterförderung bezuschusst werden. Vorrausgesetzt, das Darlehen wird für den Erwerb einer selbst genutzten Immobilie eingesetzt.

Des weiteren wird durch einen so genannten Berufseinsteiger-Bonus für junge Menschen ein Anreiz geschafft, frühzeitig mit dem Altersvorsorgesparen zu beginnen. Unmittelbar Zulageberechtigte erhalten einmalig eine um 200 Euro erhöhte Grundzulage bei Abschluss eines Vertrages. Junge Versicherte bis zum 25. Lebensjahr können durch die erwartungsgemäß lange Laufzeit der Verträge besonders stark von den Zinseffekten profitieren.

Mit dem Eigenheimrentengesetz wird zusätzlich der Kreis der Förderberechtigten erweitert. Zukünftig haben auch Personen mit vollständiger Erwerbsminderung oder Dienstunfähigkeit den Anspruch auf Altersvorsorge und gelten als förderberechtigt.

Reaktionen des BSI auf das Eigenheimrentengesetz

Das Eigenheimrentengesetz soll rückwirkend zum 1. Januar 2008 in Kraft treten. Riester-Vermögen sollen ganz oder teilweise zum Erwerb einer Wohnimmobilie, von Anteilen an Wohnungsgenossenschaften oder Dauerwohnrechten genutzt werden können. Dies sei eine weitere attraktive Möglichkeit für die private Altersvorsorge, so der BSI-Vorsitzende.

Besonders positiv zu werten sei die Reduzierung der geplanten "Strafsteuer" bei Veräußerung der mit Hilfe des Riester-Vermögens gekauften Immobilie im Rentenalter. "Damit wird eine zentrale Forderung der BSI umgesetzt", so Freitag.

Weiterhin zu niedrig angesetzt sei der Steuerrabatt bei der Möglichkeit einer Einmalzahlung zur Abgeltung der Einkommensteuer bei Renteneintritt. Ein weiteres Manko stelle die noch fehlende Einbeziehung des vermieteten Wohneigentums dar. Die Wahlfreiheit der Bürger bei der privaten Altersvorsorge werde so eingeschränkt. Die BSI appelliert nun an den Bundesrat, das Gesetz schnell zu verabschieden.

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Neben dem Wohn-Riester-Programm gib es noch weitere staatliche Förderungen für die eigenen vier Wände. So lockt der Staat Immobilienbesitzer mitSteuervorteile. und vergibt zinsgünstige Darlehen für Wohneigentum über die staatliche KfW-Bank.