Donnerstag, 08.09.2011 | Autor: mb

Barrierefreiheit: Regierung will KfW-Förderung streichen

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News: Der Bundestag debattiert über den Haushalt 2012. Gestrichen werden soll unter anderem die staatliche Förderung für das KfW-Programm "Altersgerecht umbauen". Der Bauherrenschutzbund kritisiert die Kürzungspläne.

Nach dem Willen der Bundesregierung sollen die staatlichen Zulagen für das KfW-Programm "Altersgerecht umbauen" künftig wegfallen. Das gehe aus der derzeitigen Debatte des Bundestages zum Haushaltsentwurf 2012 hervor, wie der Bauherrenschutzbund e.V. in einer Pressemitteilung meldet. Die Verbraucherschützer kritisieren die Pläne und fordern eine Fortführung des Förderprogramms, das den barrierefreien Umbau des Eigentums finanziell unterstützt. "Bauherren und Wohneigentümer sollten durch Förderung zu privaten Investitionen ermutigt werden", sagt Peter Mauel, 1. Vorsitzender des Bauherren-Schutzbundes. "Bauherren und Wohneigentümer sollten durch Förderung zu privaten Investitionen ermutigt werden."

Barrierefreiheit im Alter

Mit dem KfW-Programm "Altersgerecht umbauen" werden Maßnahmen gefördert, die der Barrierefreiheit in den eigenen vier Wänden dient. Angesichts der Alterung der Gesellschaft steigt der Bedarf an barrierefreien Wohnungen. Deshalb hält der Bauherren-Schutzbund die öffentlichen Zuschüsse durch die KfW für eine wichtige Investition.

Alle Erfahrungen belegten, so der Bauherren-Schutzbund, dass die Schaffung von barrierefreien Wohnungen und die Verwirklichung der Ziele bei der energetischen Modernisierung ohne wirkungsvolle und nachhaltige Förderung nicht erreichbar seien. Private Bauherren und Wohneigentümer bräuchten ebenso Planungssicherheit und langfristig stabile Rahmenbedingungen wie die Bau- und Immobilienwirtschaft.

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Wenn Sie eine Umbaumaßnahme planen und dafür eine Förderung erhalten möchten, müssen Sie vor Auftragsvergabe einen Antrag bei der KfW stellen - vorsichtshalber noch in diesem Jahr.