Dienstag, 01.01.2008 | Autor: Eike Schulze/mb

Versicherungen für den Todesfall

Stichworte zu diesem Thema
Wenn der Bauherr plötzlich stirbt, muss die Familie ausreichend versichert sein, um den Rest der finanziellen Schuld tragen zu können. Für diesen Fall gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten für Versicherungsschutz.

Die Risikolebensversicherung sichert die Familie gegen finanzielle Engpässe, die durch den Tod des Hauptverdieners entstehen, finanziell ab. Die Risikolebensversicherung - oder alternativ die Restschuldversicherung - ist ein Muss für den Bauherren und wird in der Regel auch von den Kreditgebern erwartet. Die Risikolebensversicherung dient ausschließlich zur finanziellen Absicherung der Baufamilie.

Im Todesfall wird die Versicherungssumme an die Hinterbliebenen ausgezahlt. Im Gegensatz zur kapitalbildenden Lebensversicherung erfolgt daher bei Ablauf der Versicherung keine Kapitalauszahlung, sondern lediglich die Auszahlung kleinerer Überschüsse, die alternativ zur Verringerung der Prämienzahlung oder Erhöhung der Todesfallleistung verwendet werden können.

Unterschiede bei der Lebensversicherung

Bei der Risikolebensversicherung bleibt über die gesamte Laufzeit die gleiche Versicherungssumme bestehen. Dabei ist es egal, wie hoch der Restfinanzierungsbedarf ist, im Todesfall wird immer die vereinbarte Summe an die Hinterbliebenen ausbezahlt.

Im Gegensatz dazu fällt bei der Restschuldversicherung die Todesfallleistung analog zum Schuldenverlauf. Daher ist die Restschuldversicherung auch günstiger als eine Risikolebensversicherung.

Lebensversicherung auf verbundene Leben

Sind sowohl Vater als auch Mutter der Baufamilie finanziell gleichmäßig an dem Bauvorhaben beteiligt, so besteht auch die Möglichkeit, eine sogenannte Risiko-Lebensversicherung auf verbundene Leben (also das Leben zweier Personen) abzuschließen.

Dies ist dann der Fall, wenn zum Beispiel der Tod der Hausfrau eine besondere Härte darstellen würde, da nun größere Kosten für die Kinderbetreuung und Haushaltsführung anstehen, weil mehrere Kinder zu versorgen sind. Die Versicherungssumme wird hierbei nur einmal ausbezahlt.

Nachversicherungsmöglichkeit wählen

Wer plant, beim Hauskauf noch umfangreiche Baumaßnahmen auf dem Grundstück vorzunehmen, sollte einen Vertrag mit Nachversicherungsmöglichkeit wählen, um den Versicherungsschutz entsprechend anpassen zu können.

In der Regel fällt die Auszahlung der Risikolebensversicherung nicht in die Erbmasse und somit muss auch keine Erbschaftsteuer gezahlt werden. Bei unverheirateten Paaren sieht dies allerdings ganz anders aus.

Sie unterliegen nicht den steuerlichen Vergünstigungen, die Familienmitglieder im Erbfall erhalten, und müssen daher mit einer erheblichen Schmälerung der Versicherungssumme rechnen.

Kommentare (0)

Kommentieren, ergänzen Sie jetzt den Artikel oder geben Sie dem Autor Feedback. Einfach anmelden und losschreiben.

Es schreibt für Sie

Eike Schulze ist Dipl.-Geograf, Betriebswirt und Versicherungsfachmann. Er ist seit mehreren Jahren als Buchautor und PR-Berater im Themenumfeld Versicherungen, Immobilien, Geldanlage, Recht und Finanzen tätig.
Eike Schulze

 meineimmobilie.de-Tipp


Da Lebenspartnerschaften durch die Erbschaftssteuergesetzgebung benachteiligt sind, muss ein gesonderter Weg zur finanziellen Absicherung beschritten werden. Der zu versorgende Lebenspartner schließt eine Risiko.-Lebensversicherung auf das Leben des Hauptverdieners ab. So fällt die Versicherung nicht in die Erbmasse. Weitere Tipps zum Thema können Sie im Buch Die optimale Immobilienfinanzierung nachlesen, das im Haufe-Verlag erschienen ist.