Dienstag, 22.01.2008 | Autor: heihec

Stundung der Erbschaftssteuer für Immobilienerben

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News: Nach der Verabschiedung des neue Erbschaftssteuerrechts durch das Bundeskabinett hat die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund eine Frist der Erbschaftssteuer für Immobilienerben gefordert.

Nach der Verabschiedung des neue Erbschaftssteuerrechts durch das Bundeskabinett hat die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund eine Frist der Erbschaftssteuer für Immobilienerben gefordert.

Gerade bei entfernten Verwandten und größeren Immobilienerbschaften werde durch die Verabschiedung des neuen Erbschaftssteuerrechts die Erbschaftssteuerbelastung drastisch steigen - teilweise um fast 200 Prozent. Insgesamt würden die Immobilienerben mit rund 400 Millionen Euro zusätzlich belastet, schätzt Eigentümergemeinschaft Haus & Grund.

Haus & Grund fordert Stundung bei Erbschaftssteuer

Eine Stundung könne hier sehr hilfreich sein. So könnte die Erbschaftssteuer aus den Erträgen der Immobilie teilweise erbracht werden. "Wir brauchen für Immobilienerben einen gesetzlichen Anspruch auf Stundung der Erbschaftssteuer. Damit kann verhindert werden, dass die neuen Eigentümer Haus oder Wohnung aus finanzieller Not verkaufen müssen, allein um die Erbschaftssteuer zahlen zu können", so der Präsident von Haus & Grund, Rolf Kornemann.

Aufnahme von Wohnungsunternehmen in den begünstigten Kreis der Erbschaftssteuer

Außerdem fordert Haus & Grund, dass auch Wohnungsunternehmen in den Kreis der begünstigten Betriebe aufgenommen werden. Der aktuelle Gesetzentwurf ermöglicht das nur Unternehmen, deren Vermögen zu mehr als 50 Prozent aus vermieteten Immobilien besteht. "Diese geplante Einteilung in gutes und schlechtes Vermögen ist ungerecht und willkürlich", so Kornemann.

Streichung der Haltefrist für vermietete Immobilien

Positiv bewertet Haus & Grund die Streichung der Haltefrist für vermietete Immobilien. Nach der ursprünglichen Planung sollte ein 10-prozentiger Abschlag nur dann möglich sein, wenn der Erbe 15 Jahre Eigentümer der Immobilie bleibe. Von dieser Regelung hat das Kabinett wieder Abstand genommen.

meineimmobilie.de Tipp:
Jeder Vorgang, der Erbschaftssteuer auslösen kann, müssen Sie dem zuständigen Finanzamt schriftlich anzeigen. Die Frist läuft ab Kenntnis des Erwerbs. Nicht erforderlich ist die Mitteilung allerdings, wenn der Erwerb sich aus einer letztwilligen Verfügung von Todes wegen (z. B. Testament ) ergibt, die von einem deutschen Gericht, einem deutschen Notar oder einem deutschen Konsul eröffnet wurde.

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